Freundliche Briefe statt Knöllchen

Axel Hedergott aus der Stadtverwaltung hofft auf lernwillige Schenefelder. Foto: tp
Schenefeld: Schenefeld |

Falschparker: Stadt verzichtet vorerst auf Verwarngeld

von Thomas Pöhlsen

Über eine „Freundlichkeitsoffensive“ zu mehr Ordnung im Straßenverkehr will man in der Schenfelder Stadtverwaltung kommen. Denn „Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit“ macht Axel Hedergott, Leiter des Fachbereiches für Öffentliche Sicherheit, bei manchen Autofahrern aus, wenn sie entgegen der Fahrrichtung parken.
Deswegen käme es immer wieder zu gefährlichen Situationen und Beinahe-Unfällen beim Ausparken. Dies gilt besonders in Schenefeld, da es „sehr viele enge Straßen gibt, in denen auch noch zu schnell gefahren wird“, so Axel Hedergott. Den Bereich rund um das Rathaus sowie bei der Gorch-Fock-Schule macht er als besondere Gefahrenquellen aus.
Wer seit dem 14. Dezember entgegen der Fahrtrichtung parkt, hat allerdings kein Strafmandat von den städtischen Mitarbeitern bekommen. Stattdessen steckte ein weißes Blatt Papier dahinter. Mit dem Briefkopf der Bürgermeisterin wird der Sünder auf sein Fehlverhalten hingewiesen, jedoch auf ein Verwarngeld verzichtet. Eine Ausnahme macht Hedergott allerdings. Bei „Dreistigkeit“ gibt es keine weiße Karte, sondern gleich ein Knöllchen. Dazu zählt für ihn, wenn ein Auto gegen die Fahrtrichtung und im absoluten Halteverbot steht. Das städtische Vorgehen sei mit der Polizei abgestimmt, so der Beamte.
Die Resonanz ist bei den Autofahrern gut. „Einer hat sogar bei uns angerufen und sich für den Hinweis bedankt“, berichtet Axel Hedergott. 47 Autofahrer sind bisher um das 15-Euro-Ticket herum gekommen. Doch ewig hält die Freundlichkeitsoffensive nicht an. Ab Februar werden wieder Knöllchen verteilt. Dann wird sich zeigen, wie lernwillig Schenefelds Autofahrer sind.
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