Freizeitangebote auch mit Handicaps nutzen

Menschen mit Behinderung zu mehr Freizeitaktivitäten ermutigen: Dafür setzen sich (v. l. oben) Bürgermeisterin Christiane Küchenhof, Margit Pein, Bernd Stehrenberg (v.l. unten) und Karsten Schaffer („Lebenshilfe Schenefeld“) sowie Frederike Pavenstedt („Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit“) ein. (Foto: jh)
Schenefeld: Schenefeld |

Diskussion über die Lage von Menschen mit Behinderung in Schenefeld

von Jonas Hammel
Barrieren auf der Straße, aber auch im Kopf der Menschen abzubauen – das sind zentrale Ziele der Lebenshilfe Schenefeld und der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit, die sich seit Jahren für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung einsetzen. Vor diesem Hintergrund luden beide Zusammenschlüsse zu einer Diskussionsveranstaltung ins JUKS ein.
Schenefelder Vereine, Politiker und Bürger suchten nach Wegen, die behinderten Menschen ermöglichen, an unterschiedlichen Freizeitaktivitäten teilzunehmen. Dabei stellten nicht nur Schenefelder Vereine, sondern auch Privatpersonen ihre Angebote vor. So wirbt Schenefelds SPD-Chef Gerd Manthei für eine behindertengerechte historische Radtour durch Schenefeld.
Darüber hinaus waren vor allem Menschen mit Handicaps dazu aufgerufen, Wünsche und Anregungen direkt an Politiker, Vereine und Organisationen zu äußern.
Karsten Schaffer von der Lebenshilfe Schenefeld, der die AG „Politik und Mitwirkung“ leitet, hätte sich jedoch eine größere Teilnahme von Menschen mit Behinderung an der Diskussion erwünscht. „Die Möglichkeit zur größeren gesellschaftlichen Teilhabe wird leider noch zu wenig von Menschen mit Behinderung wahrgenommen“, so der Aktivist.
Zudem betont Karsten Schaffer: „Viele Menschen mit Handicaps haben Barrieren im Kopf, die sie daran hindern, sich aktiver in die Gesellschaft einzubringen. Wir möchten ihnen dabei helfen, diese Barrieren aufzulösen.“ Auch Friederike Pavenstedt, Leitern der „Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit“, sieht in vielen Bereichen noch Handlungsbedarf, ist aber mit dem bisher erreichten Zielen zufrieden. „Wir sind in Sachen Barrierefreiheit in Schenefeld auf einem guten Weg, es darf aber zukünftig in der Gesellschaft keine Frage mehr sein, barrierefrei zu bauen“, so Friederike Pavenstedt.
Dass das Fahren im Rollstuhl im Alltag viel Geschicklichkeit und Kraft verlangt, durfte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) am eigenen Leib spüren, indem sie den Rollstuhlparcours testete. „Das Thema Barrierefreiheit hat bei uns im Rathaus einen hohen Stellenwert, daher haben wir auch einen barrierefreien Wegweiser für Schenefeld ins Leben gerufen“, betont die Rathauschefin.
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