Frauen vor Schlägen schützen

Ob groß oder klein: das Thema Gewalt gegen Frauen betrifft jeden. Ute Stöwing (2. v. r.) und Hans Gebert verteilten Brötchentüten, die darüber aufklären. Foto: lh
Schenefeld: Stadtzentrum Schenefeld |

Kampagne „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ im Stadtzentrum Schenefeld

von Leonie Haenchen

Gewalt und Brötchen - zwei Dinge, die eigentlich nicht so richtig zusammenpassen. Die Kampagne „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ hat jedoch in gewisser Weise das Gegenteil bewiesen.
Die Kampagne macht auf das Thema „Gewalt gegen Frauen“ aufmerksam. Dafür wurden im Norden Hunderttausende Brötchentüten verteilt, die mit der Notfallnummer der FrauenHelpline bedruckt waren. In der Tüte steckten neben den Brötchen auch noch zusätzliche Flyer und Informationen.
„Wir hoffen, dass Menschen dadurch Gewalt an Frauen weniger als Tabu-Thema betrachten. Jeder soll hingucken - nicht weggucken!“, erklärt Ute Stöwing, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schenefeld. Ihr Anliegen scheint Erfolg zu haben: Regina Preuß, eine Besucherin des Info-Standes der Kampagne im Stadtzentrum Schenefeld, gefiel die Aktion. „So etwas sollte es häufiger geben! Hoffentlich bekommen so mehr Frauen Mut zu Selbsthilfe“, sagte sie.
Courage sei wichtig, betont Schenefelds Polizeivizechef Hans Gebert. „Häusliche Gewalt beeinhaltet eine Menge, von der Beleidigung bis zur Körperverletzung. Wir haben die Mittel, den Frauen zu helfen. Es ist wichtig, dass sie sich trauen, diese Hilfe einzufordern!“, so der Polizeioberkommissar.
Die landesweite FrauenHelpline, Tel. 07 00 99 91 14 44, ist täglich von 15 Uhr bis 1 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 10 Uhr bis 1 Uhr zu erreichen.
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