Bauplan alarmiert Anwohner: „Unsere Kinder sind in Gefahr!“

Angela und Richard Heil, Christine Bahruth sowie Sven und Yvonne Gaudian (v. l.) warnen vor den Folgen, die die geplante Erschließung des Neubaugebietes „östlich der Timm-Kröger-Straße“ insbesondere für Kinder hätte. (Foto: cn)
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Schenefelder Bürgerinitiative will Straßen für Neubaugebiet durch das Fritz-Reuter-Quartier verhindern

von Connie Neumann
Schenefelder machen mobil: Jetzt hat sich die „Bürgerinitiative der Anwohner Schäferkamp, Fritz-Reuter-Platz, Gorch-Fock-Straße“ gegründet. Die Bewohner des Quartiers um den Fritz-Reuter-Platz fordern eine Verkehrsanbindung für das Neubaugebiet Timm-Kröger-Straße, die ausschließlich über die Altonaer Chaussee verläuft.
„Der Bebauungsplan 78 – genannt östlich Timm-Kröger-Straße – sieht eine Seniorenwohnanlage, Mehrfamilienhäuser sowie 33 mehrgeschossige Reihenhäuser vor. Die Zufahrt soll direkt an unserer Haustür vorbei durchs Wohngebiet führen“, sagt Yvonne Gaudian aus dem Schäferkamp. „Es gibt eine Zufahrt von der Altonaer Chaussee aus. Wir fordern, dass unser Quartier so belassen wird, wie es ist“, fügt die 35-Jährige hinzu. Ehemann Sven Gaudian weiß als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, wie wichtig schnelle Rettungswege sind. „Diese wären nicht mehr gewährleistet, wenn Rettungswagen sich erst durch unsere Straßen zurechtfinden müssen.“ Und: „Momentan handelt es sich bei dem zu bebauenden Grundstück um ein Waldgebiet. Als wir vor fünf Jahren hierher zogen, hieß es, das sei ein Naturschutzgebiet.“ Künftig werde er morgens dann wohl kein Reh mehr sehen.
Laut den Anwohnern leben rund 20 Kleinkinder direkt am Fritz-Reuter-Park, der ihnen zum Spielen dient. „Wenn sich das Verkehrsaufkommen durch das Neubaugebiet drastisch steigert, sind unsere Kinder in Gefahr“, kritisiert Yvonne Gaudian.
Die Anwohner sind bereit, eine Patenschaft für den Fritz-Reuter-Park zu übernehmen. „Wenn uns die Stadt mit der Anschaffung von Spielgeräten unter die Arme greift, pflegen wir diese und die Grünflächen des kleinen Parks“, betont die Schenefelderin. Voraussetzung: Der Verkehr dürfe nicht an ihnen vorbeifließen. „Dass gebaut wird, können wir wohl nicht abwenden – aber ohne die Zufahrtstraße“, sagt die Anwohner Angela und Richard Heil von der Bürgerinitiative.
Der Bauinvestor muss eine Ausgleichsfläche schaffen für die Bebauung des Waldgebiets. „Die schafft er am besten gleich hier, indem ein Teil des Waldes stehen bleibt“, so Anwohnerin Christine Bahruth. „Hier leben Fledermäuse, und auch Mäusebussarde haben wir schon gesehen“, sagt die Mutter von drei kleinen Kindern.
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