Auf welchem Weg ins neue Wohngebiet?

Anwohner vom Quartier Fritz-Reuter-Platz/Schäferkamp lehnen die geplante Straße ab: Jonas und Uwe Meißner, Angela, Richard und Valentina Heil, Yvonne und Sven Gaudian sowie Horst Voss (v. l.). Foto: fh
Schenefeld: Quartier Fritz-Reuter-Platz |

Bürgerinitiative gegen geplante Anbindung an Fritz-Reuter-Platz

von Frauke Heiderhoff, Schenefeld

Anwohner des Fritz-Reuter-Platzes, des Schäferkamps und der Gorch-Fock-Straße sind frustriert. Sie haben 100 Unterschriften und einen eigenen Plan vorgelegt. Sie möchten, dass das neue Wohngebiet Timm-Kröger-Terrassen vom motorisierten Verkehr ausschließlich über die Altonaer Chaussee erreicht werden kann. Doch ihre Wünsche wurden von Investor Jens Förster nicht berücksichtigt. Die Zufahrt ins neue Wohngebiet soll weiterhin genau vor der Haustür der Anwohner verlaufen.
„Wir können einfach nicht verstehen, warum die komplette Anbindung nicht über die Altonaer Chaussee verläuft“, so Sven Gaudian von der Bürgerinitiative. „Wir möchten keinen Autoverkehr vor unserer Haustür. Als wir hier mit der Familie hinzogen, wurde uns versichert, hier wäre keine Straße geplant.“
Doch nun befürchten die Anwohner, dass das Wohngebiet für sie nicht mehr attraktiv ist. Insgesamt 35 Kinder wohnen rund um den Fritz-Reuter-Platz. „Die können wir hier dann nicht mehr sorgenfrei spielen lassen“, so Yvonne Gaudian. „Wir haben nichts gegen die Bebauung, lediglich die Erschließung muss anders verlaufen.“
Noch ist keine Entscheidung gefallen. Verwaltung und Politik sind noch dabei, ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Während des gesamten Verfahrens sind Anregungen und Einwendungen möglich. „Wir berück- sichtigen das bei der Abwägung“, erläutert Ronald Vierke (SPD, Vorsitzender Stadtentwicklungsausschuss). „Es muss aber auch an neue Bürger gedacht werden und nicht nur an bereits ansässige Menschen.“ Denn auch die künftigen Anwohner sollten Schulen und Läden unproblematisch erreichen.

Wie gehts weiter?
Mit der Bebauung ist frühes- tens im nächsten Jahr zu rechnen. Auch die Straße kann nach Auskunft von Stadtplaner Günter Leimert erst dann erschlossen werden. Der Bebauungsplan wird jetzt aufgestellt. Günter Leimert: „Es ist anzunehmen, dass das Vorhaben innerhalb von ein bis drei Jahren umgesetzt werden kann.“ FH
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