Ein „Leihboot“ für junge Erwachsene

Jetzt bloß nicht über Bord gehen! Hanna Steingrobe lehnt sich ganz weit nach vorne, um das Juniorenboot „Fifty-Fifty“ standesgemäß mit Sekt zu taufen. Foto: pr

Die Segelabteilung des TuS Finkenwerder taufte die „Fifty-Fifty“

Von Karin Istel. „Fifty-Fifty“ (Halbe Halbe) ist fair geteilt. Für die Segler des Turn- und Sportvereins (TuS) Finkenwerder bedeutet der Ausdruck mehr als Fairness: Er bedeutet Zukunft. Denn „Fifty-Fifty“ heißt das 7,77 Meter lange Juniorenboot, das vor Kurzem getauft wurde. Jetzt haben die jungen Erwachsenen, die zu alt für den Jugendkutter sind, sich aber noch kein eigenes Boot leisten können, die Möglichkeit, weiter im Verein zu segeln.

Was ist das für ein Boot?
Eine „Albin Express“. Sie ist 7,77 Meter lang, hat 1,45 Meter Tiefgang und ist für eine Mannschaft von vier bis fünf Personen ausgelegt. Die schwedische Bootsklasse ist flott und leicht zu handhaben. Nutzen werden das Boot junge Mitglieder der Segelabteilung ab 18 Jahren, also Auszubildende und Studierende.

Wie teuer war das Boot?
Das Kielboot samt Zubehör hat 15.000 Euro gekostet. Die Jugendlichen haben Spenden bei den 300 TuS-Seglern eingeworben. Zudem unterstützten die Haspa und die Sparkasse Stade-Altes Land den Bootskauf mit Spenden.

Wird das Boot auch Regatten fahren?
Ja, es wird beispielsweise auf der Kieler Woche vom 20. bis 28. Juni dabei sein.

Warum wurde es angeschafft?
Der TuS Finkenwerder investiert damit in Zukunft seiner Segelabteilung: Mit 18 Jahren sind die Jugendlichen zu alt für die Kuttercrew. Haben sie dann keine Möglichkeit, ein Boot zu nutzen, verlassen sie oft den Verein und sind für den Segelsport verloren. Die „Fifty-Fifty“ hält die Jugendlichen im Verein. Sie können weitersegeln, bis sie sich nach ihrer Ausbildung vielleicht ein eigenes Boot leisten
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.