Trauer um Wittfried Malik

Wittfried Malik (1952-2014) war für seinen hintergründigen Humor und seine Hilfsbereitschaft bekannt, aber auch für seine Zähigkeit, wenn es darum ging, neue Projekte im Schröderstift umzusetzen. Er verstarb im Alter von 61 Jahren. (Foto: pr)
Hamburg: Schröderstift |

Unermüdlicher Streiter für den Erhalt des Schröderstifts starb im Alter von 61 Jahren

Reinhard Schwarz, Eimsbüttel – Trauer um Wittfried Malik: Bewohner des Schröderstifts sowie Freunde und Bekannte nahmen Abschied von dem Mitgründer und langjährigen Streiter für das Wohnprojekt. Wittfried Malik starb nach langer, schwerer Krankheit am 6. Mai im Alter von 61 Jahren. Zur Trauerfeier in der überfüllten Stiftskapelle kamen Verwandte, Freunde und Wegbegleiter des Musikers, Künstlers, Journalisten und Handwerkers. Er hinterlässt seine Ehefrau Doris.
Die Trauerrede auf den Verstorbenen hielt der Eimsbütteler Journalist Arndt Prenzel. Er erinnerte an den Lebensweg von Malik, an seine zahlreichen Talente. „Wiwi“, wie ihn seine Freunde nannten, reparierte Autos, betätigte sich als Restaurator, Galerist und betreute die Stiftskapelle, die von einer koptischen und einer äthiopischen christlichen Gemeinde genutzt wird.
Geboren wurde Wittfried Malik 1952 in München als zweitjüngstes von insgesamt fünf Kindern des Studienrats Karl Malik und dessen Frau Ingeborg, Lektorin und Journalistin. In Hamburg besuchte der junge Malik das Lohmühlengymnasium in St. Georg und fiel durch seine Leidenschaft für Jazz und Blues sowie seine Klavierkünste auf. Damals eher zurückhaltend, beeindruckte er durch pointierte Bemerkungen, die einen besonderen Humor verrieten.
Seine Berufung fand Malik in seinem mehr als dreißigjährigen Engagement für den Erhalt des 1852 errichteten Schröderstifts am Schlump. Der dreiflügelige Bau sollte Ende der 1970er Jahre der Universitätserweiterung weichen. Malik und Freunde kämpften unermüdlich für den Erhalt des historischen Ensembles, führten Gespräche mit Behörden und Politikern.
„Wiwi hatte die Eigenschaft, sich selbst ganz nach hinten zu stellen“, erinnerte sich Arndt Prenzel. Er würdigte Wittfrieds große Hilfsbereitschaft. Neben der künstlerischen, kreativen Seite gab es aber auch den durchsetzungsstarken Wittfried Malik, der Projekte anschob und mit Ausdauer und Zähigkeit verfolgte.
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