Ikea-Bauzaun: Nicht nur durch die Löcher gucken!

Großes Interesse weckte die neue "Freiluft-Galerie" bei den Passanten in der großen Bergstraße
Bisher waren es nur die Löcher im Bauzaun aus Pressholz-Platten, die die Neugierigen anzogen. Durch diese Gucklöcher kann man den Fortschritt auf der Ikea-Baustelle beobachten. Seit ein paar Tagen ist auch der Zaun selbst einen zweiten, dritten und vierten Blick wert: Die Macher des Altonaer Stadarchivs, allen voran Leiter Wolfgang Vacano, haben die öde Wand in eine Freiluft-Galerie verwandelt. Hier können sich Passanten ohne einen Cent Eintritt zu zahlen historische Fotos und Texte zur Geschichte von Altona-Altstadt zu Gemüte führen
50 Bilder hängen am Bauzaun, jedes 1,20 mal 0,80 Meter groß. 7.000 Euro hat die Ausstellung gekostet, sie wurde gesponsert von der Foto Company Altona, der EinkaufsCity Altona ECA und Ikea. Dank der Beschriftung und der Aufhängung von historischen Ansichten jeweils im Duo mit Fotos aus der Jetzt-Zeit, ist der Wiedererkennungswert beim Betrachter groß, und die Unterschiede zwischen damals und heute fallen besonders stark ins Auge.
Vor einigen Monaten hatte Wolfgang Vacano schon einmal den Versuch gemacht, den Ikea-Bauzaun mit - unbeschrifteten - Bildern des historischen Altonas aufzupeppen. Trauriges Ergebnis: Die Exponate wurden in Windeseile beschädigt und gestohlen.
Im zweiten Anlauf hofft der Leiter des Stadtarchivs darauf, dass die Texte, die nun auf den Bildtafeln stehen, den Galerie-Charakter der Serie deutlicher machen, sodass die Bilder vielleicht länger unbeschädigt hängen bleiben.
Beobachtungen der Wochenblatt-Reporterin bestätigen jedenfalls: Fast alle, die am Zaun vorbeigehen, verlangsamen ihren Schritt, schauen auf die Bilder und beginnen zu lesen.
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