Indiens Frauen im Aufbruch

Wann? 05.11.2014 19:30 Uhr

Wo? hamburger frauenbibliothek - DENKtRÄUME, Grindelallee 43 (Sauerberghof rechts), 20146 Hamburg DE
Hamburg: hamburger frauenbibliothek - DENKtRÄUME |

Das Schicksal der indischen Studentin, die an den Folgen einer Massenvergewaltigung starb, hat weltweit zu Protesten geführt.

Vortrag und Diskussion mit Dr. Shazia Aziz Wülbers


In Indien gingen tausende Frauen und Männer gemeinsam auf die Straße, um gegen die traditionell verankerte strukturelle Gewalt gegen Frauen zu demonstrieren. Zahlreiche Medienberichte machten deutlich, dass dieser eine Fall nur die Spitze des Eisbergs war.

Für einen Großteil der weiblichen Bevölkerung gehören sexistische Übergriffe zum Alltag. Über 230.000 Gewaltverbrechen, davon alleine 24.000 Vergewaltigungen wurden 2011 angezeigt. In Neu-Delhi wird im Schnitt alle 18 Stunden eine Frau vergewaltigt. Die Dunkelziffer liegt weit höher. Dr. Shazia Aziz Wülbers gibt einen Überblick über die Situation von Frauen in ihrem Heimatland, das im Widerspruch zwischen wirtschaftlichem Aufschwung und archaischen Traditionen steht. Sie berichtet aber auch von Aktivistinnen wie Arundhati Roy und vielen anderen, die sich unermüdlich für die Rechte von Frauen einsetzen.

Es scheint, dass die große öffentliche Empörung über die Vergewaltigungen und Gewalttaten gegen Frauen ein Umdenken in Gesellschaft und Politik bewirken kann. Sind indische Frauen jetzt der Gleichberechtigung einen Schritt näher gekommen?

Dr. Shazia Wülbers absolvierte ihren Master in European Studies an der Jawaharlal Nehru University, sie erhielt ihren Doktortitel in Politikwissenschaft am L’Institut d’études politiques (science po) in Paris. Momentan unterrichtet und forscht sie am Institut für Politikwissenschaft der Universität Hamburg. Dort arbeitet sie an ihrer Habilitationsschrift zum Thema “Norm Diffusion zwischen EU und USA nach Indien”. Bisher publizierte sie u.a.: The Paradox of EU-Indian Relations: Missed Opportunities in Politics, Economics, Development Cooperation and Culture and EU India Relations: A Critique

Eintritt: 7 €/erm. 5 € - Kooperation mit "umdenken"
http://www.denktraeume.de/veranstaltungen/
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