Rissen hofft auf ein Wunder

Frank Hochsprung ist im Einzel wie Doppel immer für ein paar Punkte gut; die Nummer Eins blieb dem RSV trotz vieler Angebote der Konkurrenz treu. (Foto: rp)
Hamburg: Rissen |

Tischtennisherren gelten nach dem Verlust von fünf Spielern als Absteiger Nummer Eins

von Rainer Ponik
Als die Saison 2010/11 im Frühjahr für den Rissener Sportverein mit dem sicheren Klassenerhalt endete, blickte man überall nur in glückliche Gesichter. Dass sich diese Szenen in Rissen auch in kommenden Jahr wiederholen, darf angesichts der gravierenden personellen Veränderungen stark bezweifelt werden.
Dass Spitzenspieler Simon Moschall (wechselte zum Oberligisten TSV Sasel) und Nachwuchstalent Florian Keck (zum Regionalligisten Bagteheide) den Rissener SV verlassen würden, war für alle Beteiligten abzusehen. Auch Stefan Strobitzki hatte seinen Wechsel zum Hamburg-Liga-Konkurrenten Niendorf rechtzeitig angemeldet. Als Mannschaftsbetreuer Wolfgang Dreier aber aus dem Sommerurlaub zurückkehrte hatten auch Stefan Braun und Jan Jonas das Weite gesucht.
„Dass Frank Hochsprung und Bastian Lie dem RSV die Treue hielten, muss den beiden Spielern angesichts dieser Situation hoch angerechnet werden“, sagt Wolfgang Dreier. Auch Rückkehrer Jörg Aefke und die Brüder Steffen und Hans-Martin Niemeier sind in der Vergangenheit bereits zu einigen Hamburg-Liga-Einsätzen gekommen. Ganz neu im Team ist dagegen Matthias Schönfeld. Ob das Rissener Sextett in Hamburgs stärkster Spielklasse eine reelle Chance auf den Klassenerhalt hat, wird von der Konkurrenz bezweifelt.
„Totgesagte leben aber bekanntlich länger“, antwortet Wolfgang Dreier. „Wenn es uns gelingt, bis zum Ende der Vorrunde ein paar Punkte zu sammeln, können wir uns vor der Rückrunde vielleicht noch einmal verstärken“, hofft er auf das eine oder andere Erfolgserlebnis. Das Auftaktmatch verlief indes wenig verheißungsvoll. Aufgrund des Fehlens von drei Spielern der Top-Sechs mussten drei Spieler aus der Dritten Mannschaft, die in der Dritten Kreisliga spielen, einspringen.
Klar, dass man gegen den Oberligaabsteiger HSV 2 (2:9) überfordert war. Die Punkte für den RSV, der am Freitag (19.15 Uhr, Halle Lämmersieth 72) beim SC Urania 2 antritt, machten Frank Hochsprung und das Doppel Hochsprung/Lie.
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