Kompletter Neustart beim RSV

Auch Svenja Wassill wird künftig nicht mehr für den RSV aufschlagen – ob dem neu formierten Team trotzdem noch der Klassenerhalt gelingt, bleibt abzuwarten. Foto: rp
Hamburg: Rissener Sportverein |

Verbandsliga: Rissener Volleyballerinas kämpfen um Klassenerhalt

Rainer Ponik, Hamburg-West
Jahrelang zählten die Volleyballerinnen des Rissener Sportvereins zu den etablierten Kräften in Hamburgs höchster Spielklasse, der Verbandsliga. Nachdem fast alle Spielerinnen den Verein während der Sommerpause verlassen haben, steht man beim RSV vor einem kompletten Neuanfang. Auch Trainer David Wills, der die „Erste“ in den letzten Jahren coachte, steht nicht mehr zur Verfügung. „Durch die vielen Abgänge haben ich keine Perspektive für eine sportlich erfolgreiche Zukunft gesehen“, begründete Wills seinen Rückzug.
Trotz des enormen Aderlasses hat man den Kopf in Rissen nicht in den Sand gesteckt. Mit einer neu formierten, jungen Mannschaft, die sich vor allem aus den Reihen des eigenen Nachwuchses rekrutiert, will der Rissener Sportverein versuchen, den drohenden Verbandsligaabstieg zu verhindern. „Das wird ein schwieriges Unterfangen, denn vielen Spielerinnen unserer Mannschaft fehlt die Wettkampferfahrung in so einer starken Liga“, ahnt auch Jugendwart Winfried Sauter, dass das Team über sich hinauswachsen muss, um einen Abstieg zu verhindern.
Die Hoffnungen der Rissener Anhänger ruhen vor allem auf sehr talentierten Nachwuchsspielerinnen wie Jenny Fleischmann, Franziska Eurich und Rebecca Vogel, die trotz ihrer Jugend Verantwortung übernehmen müssen. „Unser Ziel kann es nur sein, die Mädchen im Laufe der nächsten Monate an das Spielniveau in der Verbandsliga heranzuführen“, sagt Sascha Schulz, der das drohende Himmelfahrtskommando beim RSV übernommen hat.
Aufgrund der neu eingerichteten Dritten Liga blieb dem RSV zumindest die Teilnahme an der Relegationsrunde erspart, in der sich das Team aufgrund der schwachen Platzierung in der letzten Spielserie hätte qualifizieren müssen. „Wir haben lange gezögert, uns dann aber entschlossen., die neue Mannschaft für die Verbandsligasaison anzumelden“, so Abteilungsleiter Frank Mondry. Ein Abstieg in die Landesliga wird in Kauf genommen. „Kampflos verlassen wir die Verbandsliga aber nicht!“, kündigt RSV-Coach Schulz der Konkurrenz heftigen Widerstand an. Ob dieser zum Klassenerhalt führen wird, bleibt abzuwarten.
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