Warum singen Wale?

Katarina Chapman (15) hat mit ihrer spannenden Untersuchung über die Ausbreitung von Schallwellen den 1. Preis im Fachgebiet Physik gewonnen. (Foto: CVS)

Jugend forscht: Katarina (15) gewinnt 1. Preis im Fachgebiet Physik

Ch. v. Savigny, Bahrenfeld

Die Idee kam ihr, als sie eine Ausstellung über Meeressäuger besuchte: „Es ist zwar bekannt, dass Wale singen“, sagt Katarina Chapman (15). „Aber warum, das wissen wir immer noch nicht!“ Mit ihrer Arbeit über die Ausbreitung von Schallwellen hat die Schülerin der Klasse 10d vom Gymnasium Hochrad in Othmarschen beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ den ersten Preis im Fachgebiet Physik gewonnen. Herzlichen
Glückwunsch!

Wer einmal an einem belebten Strand tauchen war, hat vielleicht bemerkt, dass man auch unter Wasser Geräusche hören kann. Entfernung oder Richtung festzustellen ist für uns Menschen allerdings völlig unmöglich. Das liegt unter anderem daran, dass sich der Schall im Wasser sehr viel schneller ausbreitet als in der Luft. „Mich hat interessiert, ob man mit Schallwellen auch Bilder erzeugen kann“, berichtet Katarina.

Vor einem Jahr forschte sie in Bio, diesmal ist es Physik

Ihr Versuchsaufbau: zwei Lautsprecher, ein Mikrofon und ein Oszilloskop, das die gemessenen Werte in Form von Kurven darstellte. Die Schülerin probierte herum, veränderte Abstände und Frequenzen und konnte am Ende mathematisch beweisen, dass man auf diese Weise ein exaktes „Bild“ der Schallquelle erhalten kann.
„Theoretisch ist es also möglich, dass sich Wale so über ihren Aufenthaltsort verständigen“, zieht Katarina ein Fazit. „Das Ganze funktioniert allerdings nur, wenn sie Tonhöhe und Standort ständig verändern.“
Für ihre Forschungsarbeit hat sich Katarina mit Frequenzen und Schwingungen auseinandergesetzt und ihre Ergebnisse in Form von hochwissenschaftlichen Diagrammen präsentiert. Man merkt, dass es ihr richtig Spaß gemacht hat.
„Letztes Jahr habe ich für Jugend forscht Mückenlarven untersucht“, erzählt sie. „Deshalb wollte ich diesmal etwas mit Physik machen!“
Am diesjährigen Regionalwettbewerb Bahrenfeld, der im Desy-Schülerlabor über die Bühne ging, haben sich insgesamt 119 Hamburger Jungforscher ab neun Jahren beteiligt.
Die regionalen Gewinner präsentierten ihr Wissen auf dem Landeswettbewerb bei Airbus in Finkenwerder. Die Landessieger fahren zum Bundesfinale nach Berlin­. Aus den Elbvororten mit dabei:  Qimu Wang vom Gymnasium Blankenese.

Weitere Gewinner
aus den Elbvororten: Schüler experimentieren (9-14)

2. Preis Arbeitswelt: Katja Schmidt-Maag (14), Marion-Dönhoff-Gym.
1. Preis Biologie: Lena Czymoch (12), Maria Negodina (12), Gym. Hochrad
3. Preis Biologie: Caja Sophie Langkat (14), Cilly Marie Bitzer (13), Gym. Blankenese
2. Preis Chemie: Liz Köster (14), Patrizia Sliwka (14), Marion-Dönhoff-Gym.
3. Preis Chemie: Jesse Jacobsen (15), Paul Groening (14), Marion-Dönhoff-Gym
2. Preis Physik: Benedikt Kaiser (13), Gym. Hochrad
3. Preis Physik: Janneke Sachau (10), Gorch-Fock-Schule
Sonderpreis Umwelttechnik: Jakob Grzeskowiak (14), Tim Barabas (13), Jan Hoffmann (13), Lise-Meitner-Gym.


Weitere Gewinner
aus den Elbvororten:
Jugend forscht (ab 14)

Biologie:
1. Preis, Gym. Blankenese: Qimu Wang (16), hat sich beim Landeswettbewerb für das Bundesfinale qualifiziert
2. Preis, Gym. Hochrad: Jeremie Lau (18), Lukas Middendorf (18); Denitsa Miteva (18), Hannah Lowsky (18)
3. Preis, Gym. Hochrad: Lisa Zhixin Ye (18), Daniela Sofie Lührsen (17), Marlien Staffeldt (17)
Sonderpreis, Gym. Hochrad: Joscha Löwe (15), Andreas Rausch (16)
Geo- und Raumwissenschaften: 
3. Preis, Lise-Meitner-Gym.: Anna Hoffmann (18), Laura Hinck (18)
3. Preis, Gym. Othmarschen: Julia Kauz (17)
3. Preis, Gym. Hochrad: Sina Luise Brakopp (17)
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