Verspätetung des Neubau des Fahrstuhls beim S-Bahnhof Blankenese aufgrund Engpässe in der Baubranche

Vor gut einem dreiviertel Jahr erklärte die Deutsche Bahn, dass sie noch in diesem Jahr mit dem Bau eines Fahrstuhls zum Bahnsteig 1 des S-Bahnhof Blankenese beginnen wollte. Warum verzögern sich also die Arbeiten?

Die Deutsche Bahn erklärte nun auf Nachfrage der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok, dass die Gesamt-Bauzeit mit allen Bahnsteigerneuerungen in jedem Fall wie geplant bis 2015 fertig sein wird. Sie sei aber bemüht, den Aufzug zum Gleis 1 bereits 2014 zu realisieren: Eine feste Zusage scheitert daran, dass bisher kein Bauunternehmen mit der Bau-Feinterminplan beauftragt werden konnte.

Anne Krischok kommentiert die Situation: „In Hamburg gibt es einen Run auf die hiesigen Bauunternehmen. Steigender Wohnungsbau sorgt für gefüllte Auftragsbücher in der Baubranche. Straßensanierungsarbeiten werden verstärkt in Hamburg durchgeführt. Darüber hinaus hat der SPD-geführte Senat auch das Tempo beim Fahrstuhlbau an U-Bahnhöfen vervierfacht. Das führt zu einem Engpass mit dem Ergebnis, dass die Bahn für den Bau des geplanten Fahrstuhls noch keinen Bauunternehmer verpflichten konnte.“

Leider handelt es sich nicht um einen Einzelfall: Die Stadt Hamburg macht derzeit bei Bauausschreibungen die Erfahrung, dass mitunter gar keine Bewerbungen eingereicht werden oder die betreffenden Firmen mit Verweis auf die hohe Auftragslage höhere Preise als in den vergangenen Jahren verlangen.

„Ich finde es einerseits bedauerlich, dass sich die Fertigstellung des Fahrstuhls beim S-Bahnhof Blankenese verzögert“, resümiert die SPD-Politikerin. „Andererseits kann die Stadt nicht z.B. auswärtige Firmen mit Kostenübernahmeangeboten für Verpflegung und Unterkunft ködern, um diese Arbeiten plangemäß zu realisieren. Schließlich können die Bürger einen sorgfältigen Umgang mit Sanierungsmitteln erwarten.“
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