Unter Rotgrün sind starke Wirtschaft und starker Umweltschutz kein Gegensatz

Krischok, MdHB (SPD): „Innovative Ansätze machen Hamburgs Hafen fit für die Herausforderungen der Zukunft.“

Meistens werden Wirtschafts- und Umweltpolitik als Gegensätze betrachtet, die für gute Politik gegeneinander abgewogen werden und in eine Balance gebracht müssen. Dass das nicht so sein muss, zeigt aktuell der Hamburger Hafen.
Die Altonaer SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok bringt es so auf den Punkt: „Seit dem Regierungswechsel 2009 hat der Senat unter Olaf Scholz begonnen, auch neue Ansätze mit zu denken und in der Praxis zu erproben. Schon in der letzten Legislaturperiode wurden beispielsweise umfangreiche und intensive Tests begonnen, um den Kreuzfahrtschiffen, die zu uns nach Hamburg kommen, eine Stromversorgung von Land zu ermöglichen.“
Normalerweise produzieren die Schiffe während der Liegezeit im Hafen mit ihrem Dieselantrieb Elektrizität für die Einrichtungen an Bord, zum Beispiel die Küchen, Licht, Wasserversorgung oder das Unterhaltungsprogramm der Gäste. Dadurch komme es allerdings zu einer Belastung der Luft Hafen mit Schadstoffen, unter denen durch Ablagerungen nicht nur die Fassaden der Gebäude leide, so Krischok weiter, sondern in letzter Konsequenz gehe diese Praxis zu Lasten der Gesundheit der Anwohner des Hafens.

Nun wurde zum ersten Mal eine Landstromanlage für einen achtstündigen Dauerbetrieb eingesetzt. In dieser Zeit konnte ein Kreuzfahrer seine Generatoren abschalten und wurde von Land aus versorgt. „Gerade für Altona mit dem neuen Kreuzfahrt-Terminal wird mit dieser Technologie ein wichtiger Schritt getan, denn die Luftqualität beispielsweise der Max-Brauer-Allee gehört ohnehin schon zur schlechtesten in Hamburg. Aber damit haben wir uns nie abgefunden, sondern entwickeln Lösungen. Und die immer weiter steigenden Passagierzahlen zeigen ja, dass Hamburg als Reiseziel für Kreuzfahrten weiter interessant ist.“

Aber auch in anderen Bereichen des Hafens wird erfolgreich auf umweltschonende Ansätze gesetzt. Jeder Hamburgerin, jedem Hamburger ist klar, dass der Hafen als Umschlagsplatz für Container eine der wichtigsten Verbindungen Nordeuropas zum globalisierten Warenverkehr ist. Aber wie kommen die Container mit ihrer Ladung von den großen Schiffen auf der Elbe weiter auf die Bahn, kleinere Binnenschiffe oder auf LKWs? Die wenigsten wissen, dass dafür vollautomatisch gesteuerte Transportfahrzeuge eingesetzt werden. Und die werden von Dieselmotoren angetrieben, die wiederum zur Schadstoffbelastung der Luft im Hafen beitragen.
Seit 2011 hat die HHLA im Container-Terminal Altenwerder daher begonnen, Batteriebetriebene Fahrzeuge für den Containerumschlag zu testen. Nach guten Ergebnissen wurde dann ein ausgeklügeltes Projekt darauf aufgebaut, in dem verschiedene Batterie-Typen und Ladeverfahren getestet wurden. Der Test hat nicht nur ergeben, dass es möglich ist, ein komplettes Container-Terminal elektrisch zu betreiben. Durch eigens in Hamburg entwickelte Ladeverfahren, bei denen die Ankunftszeiten der auf Hamburg zusteuernden Frachter und Schwankungen der Preise auf dem Strommarkt mit einbezogen werden, können die verwendeten Batterien so effektiv geladen werden, dass trotz hoher Anschaffungskosten ein Betrieb mit Ökostrom auf Dauer sogar weniger Kosten verursacht, also wirtschaftlich sinnvoller ist.

Auch hier freut sich die Umweltpolitikerin Anne Krischok: „Wenn mit innovativen Strategien Umweltschutz zum Profit eines Wirtschaftsbetriebs beitragen kann, ist das erreicht, wovon ich nur träumen konnte, als ich angefangen habe, mich für Umweltschutz zu engagieren. Und auch das Altenwerder Projekt ist ein großer Schritt für Altona. Denn das Terminal liegt zwar im Bezirk Harburg, aber die Abgase haben wohl kaum an der Bezirksgrenze oder am Strand der Elbe haltgemacht. Luftlinie ist das alles ja für Altona direkt vor der Haustür.“

Es seien gute Nachrichten aus dem Hafen, so Krischok weiter: „So wird der Hamburger Hafen fit für die Zukunft, nachhaltig, umweltschonend und bleibt Motor der Hamburger Wirtschaft.“
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