Umweltausschuss der Bürgerschaft diskutierte über Flugverspätungen und Fluglär

SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok: „Mit dem 16-Punkte-Plan gegen Fluglärm haben wir das richtige Instrument geschaffen. Die Lärmbelastung in den Nachtstunden ist dennoch leider immer noch zu hoch.“


Der Helmut-Schmidt-Flughafen ist ein wichtiges Verkehrs-Nadelöhr, ein erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen – aber zum Leidwesen vieler Hamburgerinnen und Hamburger auch Ursache von Lärmbelastungen. Nun hat der BUND mit einer Volkspetition erreicht, dass sich die Bürgerschaft mit einer Forderung nach einem vollständigen Verbot von Starts und Landungen in den Nachtstunden befassen muss.

Die Altonaer SPD-Abgeordnete Anne Krischok zeigt Verständnis für das Anliegen; denn die Umweltpolitikerin kennt die Situation aus ihrem Wahlkreis nur zu gut: „Ich habe das Problem seit Jahren immer wieder thematisiert, nicht nur in der Bürgerschaft und im Ausschuss, sondern auch immer wieder bei Vertretern des Flughafens.“ Obwohl in den direkten Gesprächen immer signalisiert wurde, wie wichtig es allen Beteiligten sei, den Fluglärm in den Nachtstunden zu reduzieren, ist sie mit dem Ergebnis dennoch nicht voll zufrieden.

„Wir haben bereits die technischen Vorgaben für Starts und Landungen zum Beispiel im Luftfahrthandbuch geändert. Dazu wurden auch die Gebühren für verspätete Landungen in der Nacht erhöht. Trotzdem kommen Teile meines Wahlkreises wortwörtlich am Ende des Tages nicht zur Ruhe.“ Dass sich Anwohnerinnen und Anwohner mit Vorschlägen und Initiativen in den Beratungsprozess des Parlaments einbringen, findet Anne Krischok konstruktiv. Sie ist sich sicher, dass auch ohne Änderungen der Betriebserlaubnis des Flughafens eine Lösung gefunden werden kann: „Flughafen und Airlines werden zusammen mit der Politik Wege finden, beides zu ändern: Lärmbelastungen und Verspätungen.“ Und Anne Krischok fügt hinzu: „Vielleicht müssen wir als Politik mit einer weiteren Verschärfung der Verspätungsregelungen die Verantwortlichen noch einmal deutlich machen,
dass wir ernsthaft daran interessiert sind, gute Lösungen zu finden und den Menschen zu helfen.“
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