Sportplatz soll Wohnungen weichen

„La Ola“ gegen Bebauung: Rund 300 Rissener Eltern und Kinder bei einem Protest-Flashmob auf dem Sportplatz Iserbarg. (Foto: privat)

Rissen: Eltern demonstrieren gegen Planungen

Ch. v. Savigny, Rissen:

In Rissen geht eine Elterninitiative gegen die geplante Bebauung des Sportplatzes am Iserbarg (B-Plan Rissen 51) auf die Barrikaden. Die insgesamt 14.700 Quadratmeter große Fläche wird regelmäßig von der benachbarten Grundschule Iserbarg genutzt. „Unseren Kindern wird der Sportplatz weggenommen, dagegen wehren wir uns“, sagt Katrin Hamann, Mitglied des Elternrats der Schule.

Das betroffene Gelände wurde im November 2013 von der Altonaer Bezirksversammlung zur Bebauung mit bis zu 70 Wohnungen vorgeschlagen. Anfang dieses Jahres gab es eine öffentliche Plandiskussion zum Thema.
„Wir haben einen eigenen Sportplatz beantragt“
„Ich kann den Protest der Elternschaft verstehen“, sagt Henrik Strate (SPD), Vorsitzender des Planungsausschusses. Allerdings entspreche die Fläche als Grandplatz nicht mehr den heutigen Bedürfnissen, die man an einen Sportplatz habe. „Außerdem gehört der Platz offiziell gar nicht der Schule, sondern dem Rissener Sportverein.“ Auch das Argument, Kinder hätten dann keinen Platz mehr zum Spielen und Toben, zieht für Strate nicht: „In einer Gegend, wo hauptsächlich Einfamilienhäuser stehen, klingt das ziemlich unglaubwürdig. Wäre das Gleiche in Lurup passiert, sähe die Sache schon anders aus.“
Nach Angaben der Schule gibt es eine Vereinbarung mit dem Rissener Sportverein (RSV), der die Platznutzung regelt. „Unsere Kinder sind dort täglich in den Pausen zu finden“, sagt Schulleiterin Amelie Sjölin. Auch für den Sportunterricht werde die Fläche benötigt. Dramatisch sieht sie die Lage jedoch nicht: „Wir haben bei der Schulbehörde bereits einen Antrag auf einen eigenen Platz eingereicht.“ Dafür sei das Schulgelände groß genug. Und so lange der Sportplatz noch keine Baugrube sei, könne man ihn ja weiter nutzen.
Vom Erlös, der beim Verkauf des Sportplatzes Iserbarg anfällt, will die Stadt zwei Fußballfelder am Marschweg, gleich neben dem Vereinsgelände des RSV, bauen. Der Elterninitiative ist das zu weit weg: „Für die Kinder, die hier im Rissener Süden wohnen, bedeutet das einen Umweg von 2,5 Kilometern“, sagt Katrin Hamann.
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