Sie werden mit Treckern kommen

Junglandwirt Hauke Behrmann (v. l.), Mitarbeiter Ferdinando Oliver, Ehefrau Barbara Behrmann mit Hünding Lilli und Landwirtin Agnes Timmermann kämpfen um ihre Existenz.

Landwirte besuchen heute Altonas Bezirksamtsleiterin –
1.500 Bürger stehen hinter ihnen im Kampf um die Existenz

Seit mehr als zehn Jahren fühlen sich die Sülldorfer Landwirte von der Altonaer Verwaltung nicht ernst genommen. Dabei geht es um ihre wirtschaftliche Existenz, wenn Dritte über die Zukunft der Rissen-Sülldorfer Feldmark sprechen. Jetzt haben sie die Nase gestrichen voll. Heute Nachmittag knattern sie mit Treckern zum Bezirksamt. Über 1.500 Unterschriften werden sie um 15.30 Uhr der Bezirksamtsleiterin Liane Melzer überreichen. Denn in ihrem Kampf gegen das Bebauungsplanverfahren „Rissen44/ Sülldorf18/ Iserbrook26“ sind sie nicht allein.
Hauke Behrmann und Agnes Timmermann sind zwei der betroffenen Landwirte. Seit Generationen betreiben ihre Familien Höfe und bewirtschaften Flächen im Westen des Bezirks Altona. „Jetzt haben wir Angst, weil wir nicht genau wissen, wie es weitergeht“, sagt Behrmann.
16 von 18 Betrieben gehe es an die Substanz, wenn der B-Plan so kommt, wie er geplant ist.
Dann nämlich würden sich die Auflagen massiv verschärfen. Zugunsten des Naturschutzes. Und gegen die Landwirte. „Dabei haben Landwirtschaft und Naturschutz zu 80 Prozent die selben Ziele“, betont Timmermann.
Absprachen sind nicht
eingehalten worden
Das Problem: Die Interessenvertreter der Landwirte, wie etwa der Bauernverband oder die Landwirtschaftskammer, sind ihrer Ansicht nach nie in die Planungen eingebunden worden. Das soll sich zwar jetzt – nach jahrelangen Protesten – ändern. Doch so ganz glauben Timmermann und Behrmann nicht an den Erfolg des „runden Tisches“. „Dafür sind in der Vergangenheit Absprachen zu oft nicht eingehalten worden“, so Behrmann.
Nach wie vor aber sind sie gesprächsbereit. Und hoffen auf ein Einlenken der behördlichen Mitarbeiter, wenn die merken, dass nicht nur die Landwirte sondern mehr als 1.500 Sülldorfer und weitere Hamburger um den Erhalt der Feldmark, so wie sie jetzt ist, kämpfen.
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