Rot-Grün arbeitet weiter an der Integration von Geflüchteten

Anne Krischok, SPD: „Unsere Anträge zur Existenzgründung für Migrantinnen und Migranten sowie zum besseren Gewaltschutz von geflüchteten Frauen und Mädchen sind zwei weitere Bausteine für gute Integration und gutes Zusammenleben.“

Programme zur Existenzgründung sollen für Migrantinnen und Migranten zugänglicher werden, dieses haben die Regierungsparteien in der Hamburgische Bürgerschaft beschlossen. Insbesondere Geflüchteten soll der Zugang zu Gründungs- und Mikrokrediten erleichtert werden. Hierzu werden auch die Beratungsangebote innerhalb des W.I.R.-Programms ausgeweitet. Zudem werden Informationen über Fördermöglichkeiten zukünftig mehrsprachig angeboten.

Anne Krischok, Stadtentwicklungspolitikerin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Arbeit ist neben Wohnen und Bildung eine grundlegende Voraussetzung, um in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Existenzgründungen müssen daher insbesondere auch für Migrantinnen und Migranten möglich sein.“
„Migrantische Ökonomie“, so Frau Krischok weiter, „ist kulturelle Vielfalt als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor und für jeden erlebbar. Ob im Handwerk, der Gastronomie, im Einzelhandel oder bei freiberuflichen Tätigkeiten, viele bringen bereits Erfahrungen und Kenntnisse aus der Selbständigkeit mit.“ Dennoch brauchen sie zum Start finanzielle und beratende Unterstützung, um nicht erst nach vielen Jahren ihre Fähigkeiten am richtigen Platz einbringen zu können.

„Wir hatten am 19. Januar 2016 eine Anhörung im Stadtentwicklungsausschuss. Die Expertinnen und Experten haben die positiven Effekte von Existenzgründungen bestätigt: zusätzliche Angebote, ortsnahe Versorgung, erfolgreiche Integration und neue Arbeitsplätze. Warum sollte jemand, der in seiner Heimat erfolgreich einen Betrieb geführt hat, dies nicht auch hier in Hamburg schaffen? Wir müssen ihm nur die Startchancen geben. Mit unserer Initiative wollen wir dazu einen Beitrag leisten. Nicht zu vergessen sind die positiven Nebeneffekte bei Existenzgründungen: Ein erfolgreicher Unternehmensgründer schafft in der Regel fünf Arbeitsplätze. Dieses Potenzial wollen wir auch bei den Geflüchteten heben."


Außerdem verbessert Rot-Grün den Schutz von geflüchteten Frauen und Mädchen in Hamburg vor Gewalt deutlich.
„Die Regierungsfraktionen haben im Dezember 2015 einen Antrag zum besseren Gewaltschutz von geflüchteten Frauen und Mädchen beschlossen“, erklärt Anne Krischok. „Nun hat der Senat hat den Bericht dazu veröffentlicht, mit dem sich die Bürgerschaft kürzlich befasst hat.“
Aus dem Bericht geht hervor, dass sich die Situation in den Unterkünften in den vergangenen Monaten erheblich verbessert hat. Einrichtungsspezifische Gewaltschutzkonzepte verbessern den Schutz vor Gewalt für Frauen. Rückzugsmöglichkeiten, getrennte Sanitäranlagen und geschultes Personal sind immer mehr Standard in den Unterkünften.

"Es ist erfreulich zu sehen, welche großen Fortschritte es im Hinblick auf den Schutz von geflüchteten Frauen und Mädchen gegeben hat“, so Frau Krischok. „Frauen vor Gewalt und sexuellen Übergriffen zu schützen ist extrem wichtig. Geflüchtete Frauen sind häufig Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt gewesen, in ihrer Heimat und auf der Flucht. Diese Gewalt darf sich mit der Ankunft in Deutschland nicht fortsetzen. Hamburg geht in puncto Schutz von geflüchteten Frauen beispielhaft voran."

Hintergrund:
Die Initiative "W.I.R. – work and integration for refugees" ist ein gemeinsames Projekt der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, der Agentur für Arbeit Hamburg, Jobcenter team.arbeit.hamburg und weiterer Kooperationspartner. Es unterstützt Flüchtlinge gezielt dabei, einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle in Hamburg zu finden. Vorbild für dieses Beratungsangebot ist die Jugendberufsagentur.
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