Paulina fährt alte Leute, statt zu feiern

Einer ihrer Aufgaben: der Fahrdienst. Für Paulina Thaßler ein Glücksfall, denn Autofahren liebt sie.

18-Jährige macht Bundesfreiwilligendienst in der Kirchengemeinde Nienstedten

Von wegen Alkoholexzesse und wilde Partys bei jungen Heranwachsenden. Die 18-jährige Paulina Lesley Mercedes Thaßler ist ein super Beispiel, dass es in ihrem Alter auch anders geht. Für sie allerdings ist es nichts besonderes, ehrenamtlich aktiv zu sein. Denn all ihre Freunde engagieren sich. Seit Januar macht Paulina nun einen Bundesfreiwilligendienst in der Kirchengemeinde Nienstedten. Das Elbe Wochenblatt traf sie.

• Paulina, wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Ein Freund von mir, der in der Gemeinde Blankenese arbeitet, hat gehört, dass Nienstedten jemanden sucht. Ich dachte mir: Da habe ich Lust drauf und zu verlieren habe ich nichts. So bin ich hier reingeflutscht und fühle mich seitdem hier wohl.

• Waren Sie schon vorher in einer Gemeinde aktiv?
Über den Konfirmandenunterricht, den ich eigentlich nur wegen meiner Freundinnen mitmachte, bin ich hängengeblieben. Inzwischen leite ich den Konfirmandenunterricht in der Gemeinde Rissen. Meinen Freund habe ich über die Gemeindearbeit kennengelernt.

• Wie sieht Ihr Arbeitstag in Nienstedten aus?
Auf jeden Fall abwechslungsreich. Ich mache alles, was anfällt. Zum Beispiel helfe ich im Büro. Sehr gern übernehme ich die Fahrdienste, ich liebe Autofahren. Für Veranstaltungen decke ich die Tische hübsch ein.

• Das heißt, Sie sind kreativ?
Ich male, seitdem ich einen Stift in der Hand halten kann. Derzeit arbeite ich neben der Arbeit in den zwei Gemeinden noch an meiner Bewerbungsmappe. Ich möchte Kunst studieren.

• Dann bleibt für anderes nicht mehr viel Zeit?
Na klar. Meine Freunde sind tagsüber auch viel beschäftigt. Wir treffen uns oft abends oder ich gehe ins Fitnessstudio.

• Trotzdem: Warum spannen Sie jetzt nach dem Abitur nicht erstmal aus?
Weil mir die Arbeit mit und für Menschen Spaß macht. Außerdem bin ich hier in Vollzeit tätig. So habe ich einen besseren Einblick in das Berufsleben als mit einem Nebenjob.

Bundesfreiwilligendienst
Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot, sich außerhalb von Schule und Beruf für das Allgemeinwohl zu engagieren. Er soll helfen, die Lücken zu kompensieren, die nach Abschaffung des Zivildienstes entstanden sind. Freiwillige arbeiten mindestens sechs, maximal 18 Monate, mit. Gefördert wird der Bundesfreiwilligendienst vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.
❱❱ www.bundesfreiwilligen
dienst.de
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