Ökologischer Finanzausgleich für Grünflächen

Anne Krischok: „Flächenbedarf für neue Wohnungen und Gewerbeflächen sollen über Natur-Cent mit naturschutzfachlichen Interessen in Einklang gebracht werden.“

Als erstes Bundesland führt Hamburg einen dauerhaften Mechanismus zum ökologischen Ausgleich des Flächenverbrauchs ein. Die über die Grundsteuer zusätzlich erzielten Einnahmen sollen künftig in ein Sondervermögen "Naturschutz und Landschaftspflege" fließen. Bauleute sowie Mieterinnen und Mieter werden durch diesen Mechanismus nicht zusätzlich belastet.

„Das ist eine gute und wegweisende Lösung“, erklärt Anne Krischok, Umwelt- und Stadtentwicklungspolitikerin der SPD. „Die ökologischen und wohnungspolitischen Interessen werden so vernünftig miteinander in Einklang gebracht.“
Hamburg geht mit der Vereinbarung zum Naturkapital bundesweit voran – wie schon beim Bündnis für das Wohnen. Wohnen muss in Hamburg für alle Menschen bezahlbar bleiben - auch und gerade angesichts des starken Zuzugs. Deshalb müssen die Anstrengungen beim Neubau weiter verstärkt werden.

„In der Tat sind die jährlichen 10.000 Baugenehmigungen und 3.000 Sozialwohnungen hoch gesteckte, aber auch machbare Ziele. Damit das gelingt, brauchen wir neben einer stärkeren Nachverdichtung an einigen Stellen auch die Erschließung von bisher nicht bebauten Flächen. Wir werden aber auch zukünftig noch genauer hinschauen müssen, welche Grün- und Freiflächen in Anspruch genommen werden sollen, damit Hamburgs grüner Charakter auch zukünftig erhalten bleibt“, erläutert Anne Krischok.

Die Regierungskoalition will Hamburg als grüne Stadt erhalten, wohlwissend, dass neue Wohnungen dringend gebraucht werden. Mit dem Ausgleichsmechanismus soll beides dauerhaft miteinander verbunden werden.
„Hamburgs Grün- und Erholungsanlagen erhalten strukturell mehr Geld“, so Frau Krischok weiter. „Aus dem Natur-Cent wird jährlich eine millionenschwere Spritze für den Erhalt des Stadtgrüns. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes eine nachhaltige Politik. Gut ist auch, dass diese Regelung schon rückwirkend seit dem 1. Januar 2016 gilt und dass drei Millionen Euro bereits jetzt als Vorauszahlung auf zukünftige Grundsteuereinnahmen bereitgestellt werden können."
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