Nach über 1.000 geradelten Kilometern – angekommen!

Etwas abgekämpft, aber glücklich: Die Schüler der Stadtteilschule Rissen sind in Mannheim angekommen. Die neu gewonnene Freizeit nutzen sie zum Ausspannen im Park und zum Fußball spielen. Foto: pr
Hamburg: Stadtteilschule Rissen |

Münster, Amsterdam, Mannheim: Die Schüler der Stadtteilschule Rissen
haben ihre Radtour beendet

Ch. v. Savigny, Rissen

Es ist vollbracht: Mehr als 1.000 geradelte Kilometer und drei Fahrradstädte später sind die Zwölftklässler der Stadtteilschule (STS) Rissen wieder in den heimatlichen Elbvororten angekommen. Vier Wochen lang sind die Schüler des Oberstufenprofils „Leben in Hamburg – nachhaltige Ideen für unsere Stadt“ zusammen mit ihren Begleitern durch Deutschland und die Niederlande geradelt. Dabei machten sich die 16- bis 17-Jährigen auch Gedanken über ein sinnvolles Radwegekonzept für den Hamburger Westen. An dieser Stelle folgt der letzte Bericht von unterwegs.
Kurz vor Mannheim wird es erstmals etwas hügeliger: Auf dem Weg zum Endpunkt ihrer Reise muss die Radlergruppe etliche Höhenmeter überwinden. Dafür geht es durch traumhafte, sonnenbeschienene Weinberge mit herrlicher Aussicht. Die härteste und gleichzeitig letzte „Bergprüfung“ wartet schließlich in Mannheim selbst, wo die Schüler ihre vollbepackten Drahtesel die Treppenstufen der Rheinbrücke hinauf und anschließend wieder hinuntertragen müssen. Auch das klappt prima, weil alle gemeinschaftlich mit anpacken. An der Jugendherberge fallen sich die Schüler jubelnd in die Arme: geschafft!
Nur ein bisschen Recherchearbeit wartet noch: Von der ansässigen Stadtverwaltung lassen sich die Rissener die Radwege der pfälzischen Metropole zeigen. Besichtigt werden verkleinerte Fahrspuren für Autofahrer, neugebaute Brückenrampen sowie so genannte „Metrolinien“ mit Wartebuchten für Radler. Erkenntnis: Anders als Münster und Amsterdam will Mannheim den Autofahreranteil nicht unbedingt verringern – oberstes Ziel ist das gleichberechtigte, konfliktfreie Miteinander. So werden zum Beispiel weniger Fahrradstraßen eingerichtet.
Nach ihrer Rückkehr per Zug erarbeiten die Schüler zurzeit in Kleingruppen ein Fahrradwegekonzept, das man auch auf Hamburg anwenden könnte. Die fertigen Entwürfe sollen demnächst dem Bezirksamt Altona präsentiert werden. Insgesamt hat die Reise enorm zusammengeschweißt: So hatte sich ein Teil der Schüler erst zu Schuljahresbeginn kennengelernt – entsprechend distanziert war zu Beginn der Umgang. „Als sie zurückkamen, waren sie eine richtige Klasse“, sagt Schulleiter und Mitradler Claas Grot.
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