Mit Kunst hat das gar nichts zu tun

Er ist ein Kleinod in Blankenese: Der Hirschpark gehört zu den schönsten Parks an der Elbchaussee. Der Blick in die idyllische Grünanlage wird jedoch getrübt durch hässlich beschmierte Bänke.

Unbekannte beschmieren im Hirschpark Bänke, Brunnen und Bäume mit Graffiti

Graffiti auf Parkbänken, Papierkörben, an Brunnen und Bäumen. Seit kurzem toben unbekannte Graffitti-Schmierer sich mit ihren Sprühdosen im Hirschpark aus. Mit Grün, Weiß, Blau oder Pink sprühen sie ihre Signatur auf Gegenstände, die ihnen nicht gehören. Mit Kunst hat das herzlich wenig zu tun.

Spaziergänger wie Jan Teich sehen das genauso. Der ältere Herr, der sich im Verein der Freunde des Hirschparks engagiert, ist tolerant, gönnt jungen Menschen ihre Freiräume. Doch für die illegalen Malaktionen hat er kein Verständnis: „In der letzten Zeit ist das deutlich mehr geworden.“
Das bestätigt auch die Statistik. 2011 begann die Polizei damit, so genannte Sachbeschädigungsdelikte in Form von Graffitischmierereien zu zählen. In Blankenese gab es damals 50 Fälle. 2012 ging die Zahl runter auf 43, 2013 sank sie sogar auf 29. Dann, 2014, stellte die Polizei 69 neue Graffitischmierereien fest. Neuer Spitzenwert für Blankenese.

Laut Statistik nehmen
Graffitischmierereien zu


In den Elbvororten insgesamt haben die illegalen Sprühangriffe stetig zugenommen. 2011 waren es 131, im vergangenen Jahr 213 Fälle. Auffallend: In keinem anderen Stadtteil der Elbvororte wird so viel geschmiert wie in Blankenese.
Immerhin ist auch die Aufklärungsquote stetig gestiegen. 2014 konnten die Beamten vom zuständigen Polizeikommissariat 26 elf Fälle aufklären. Das sind knapp 16 Prozent.
Jan Teich appelliert an den Verstand: „Jeder sollte sich ein bisschen verantwortlich fühlen.“ Und öffentliche wie private Güter nicht mutwillig zerstören.
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