Hamburg wird gentechnikfreie Region – Anne Krischok, SPD: „Das lange Warten und die scheinbar endlosen Diskussionen haben sich für mehr Verbrauchersicherheit ausgezahlt.“

In ihrer Funktion als Vorsitzende des Umweltausschusses hatte Anne Krischok, Umweltpolitikerin der SPD, in der letzten Legislaturperiode maßgeblich dazu beigetragen, dass Hamburg dem Netzwerk gentechnikfreier Regionen – der so genannten Charta von Florenz – beitritt. So sorgt der Senat für mehr Sicherheit für Hamburgs Verbraucherinnen und Verbraucher.

Beim Kauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus Hamburg können alle sicher sein, dass die Produkte gentechnikfrei sind. Das ist gut so, denn die meisten Verbraucherinnen und Verbrauchen lehnen gentechnisch veränderte Organismen in Lebensmitteln ab. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft ist zugleich ein Beitrag zum Naturschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt. „Gerade auch für Eltern, die ihre Kinder natürlich und gesund ernähren wollen, ist das eine gute Nachricht", so Anne Krischok.

Um die Standards zu gewährleisten, müssen sich künftig Pächter städtischer Flächen vertraglich zu einer gentechnikfreien Nutzung verpflichten. Krischok: "Solche Möglichkeiten hatten CDU-geführte Senate immer abgelehnt. Nun wird es sichergestellt. Positiv für die Umwelt ist zudem die Ausweitung des ökologischen Landbaus. Auch der Import gentechnisch veränderter Futtermittel wird so verringert."

Hintergrund:
Das „Europäische Netzwerk der gentechnikfreien Regionen“ wurde im Jahr 2003 von zehn europäischen Regionen gegründet. Im Jahre 2005 wurde die „Charta gentechnikfreier Regionen“ (Charta von Florenz) beschlossen, in der die Ziele und Aufgaben der Initiative sowie das Bekenntnis zur Gentechnikfreiheit beschrieben sind. Derzeit gehören dem Netzwerk 64 europäische Regionen an, Hamburg ist als 63. Region dem Netzwerk beigetreten. Gleichzeitig mit Hamburg hat sich Bremen als 64. Mitglied angeschlossen.
Das Agrarpolitische Konzept (Drs. 20/11525) sieht neben konkreten finanziellen Anreizen für Landwirte, wie beispielsweise die Erhöhung der Fördersätze für den ökologischen Landbau, auch Informationsangebote für Verbraucher sowie die Förderung von Kooperationen und lokalen Initiativen vor.
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