Hallo Nachbar!

Rund fünf bis sechs Ehrenamtliche kümmern sich um die Organisation des „Nachbarschaft-Netzwerk-Elbe“. Wolfgang Kunzmann, Claus-Dieter Jost und Stefan März (v. l.) sind drei davon. (Foto: CVS)

Neugründung: „Netzwerk Elbe“ will Anwohner rund um Reßkamp und Wesperloh zusammenbringen

Ch. v. Savigny, Osdorf

Gute Nachbarschaft kann Gold wert sein: Zum Beispiel, wenn man in Urlaub fährt und der Nachbar sich um das Blumengießen kümmert. Oder wenn der eine krank ist und der andere für ihn einkauft. In Osdorf hat sich jetzt eine Organisation gegründet, die den Gedanken der gelebten Nachbarschaft auffrischen und in geregelte Bahnen lenken möchte.

Das „Nachbarschaft-Netzwerk-Elbe“ wendet sich an die Bewohner des Quartiers zwischen Blomkamp und Osdorfer Landstraße, Am Landpflegeheim und Lise-Meitner-Park. Ein erstes Treffen mit rund 70 Interessenten hat bereits stattgefunden.
Wolfgang Kunzmann, einer der Organisatoren, wohnt seit 55 Jahren im selben Haus am Reßkamp. „Besonders wichtig ist uns ein gutes Miteinander von Alt und Jung“, sagt er. Gegenseitige Hilfe im Haushalt, den Kindern von Gegenüber mal etwas vorlesen, Hilfe beim Einkaufen oder bei Behördengängen – solche Dinge kann sich Kunzmann gut vorstellen. „Oder auch einfach nur: einander Gesellschaft leisten, sich verabreden, zusammen Feste feiern“, so Kunzmann.
Über den großen Andrang gleich zum Auftakt waren die Initiatoren verblüfft und erfreut. „Das hat uns wirklich überrascht“, sagt Stefan März, der sich als diakonischer Mitarbeiter der Flottbeker Kirche bes-tens in seinem Umfeld auskennt. „Ich kann zum Beispiel Tipps geben, wo Vorlesepaten für Kinder gesucht werden und wo ältere Leute Hilfe benötigen“, sagt er.
Beim ersten Treffen ging es zunächst darum, Ideen zu sammeln und sich gegenseitig kennenzulernen. Auf welchem Wege der Austausch zwischen den Anwohnern künftig stattfinden wird, steht zurzeit noch nicht fest: Bislang gibt es einen Infokasten am Eingang der Schule Wesperloh, der vom Netzwerk Elbe benutzt werden darf. Weitere Stellplätze für Schaukästen werden gesucht. Außerdem können Interessenten im „Nachbarschaftstreff“ des Bauvereins der Elbgemeinden am Reßkamp zusammenkommen. Möglicherweise wird das Netzwerk in Form einer Tauschbörse organisiert. Eine Internetseite ist im Aufbau.
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