Gut verkauft, knapp gescheitert?

Rissens Libero Thomas Burmester trug durch gute Leistungen zu Erfolgen in der Regionalliga bei. Foto: rp
Hamburg: RSV Volleyball |

Regionalliga-Volleyballer hoffen trotz sportlichem Abstieg auf Klassenerhalt

Rainer Ponik, Hamburg-West

„Die Jungs werden noch einmal alles geben!“, versprach RSV-Trainer Frank Mondry vor dem letzten Regionalliga-Punktspiel seiner Volleyballer in der heimischen Halle am Voßhagen. Ein sicherer Sieg gegen das junge Auswahlteam des VCO Hamburg am Abschluss-Spieltag der Saison 2014/15 war Pflicht, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.

Team muss trotz neun Siegen zurück in Verbandsliga

Der RSV begann sehr konzentriert, kombinierte flüssig und setzte die Gäste immer wieder mit gut platzierten Aufschlägen unter Druck. So gingen die ersten beiden Sätze klar an die Rissener, die auch im dritten Durchgang schon führten, ehe die Konzentration nachließ und der VCO zum 12:12 ausgleichen konnte. Gut, dass Rissens Mittelblocker Tarek Wirth und Jan Peter Schmidt in dieser Situation auch im Angriff punkteten. Der RSV ließ nichts mehr anbrennen und gewann die Partie glatt mit 3:0-Sätzen.
Dass es wohl trotzdem nicht zum Klassenerhalt reicht, lag daran, dass Ligakonkurrent Lübeck dem ebenfalls abstiegsgefährdeten SV Warnemünde II in eigener Halle ebenfalls keinen Satz abknöpfen konnte. „Dass eine Mannschaft trotz neun Saisonsiegen wieder in die Verbandsliga zurückkehren muss, hat es auch schon lange nicht mehr gegeben“, sagte Frank Mondry nach diesem dramatischen Saisonfinale, in dem dem RSV nur ein Punkt zum angestrebten Klassenerhalt fehlte.
Trotz des denkbar knappen Saisonausgangs hielt sich der Frust bei den Rissenern in Grenzen. „Wir haben eine gute Saison gespielt und uns prima verkauft“, ist Libero Thomas Burmester, der auf der Annahmeposition ein gutes Spiel machte, mit sich, seinem Team und der Volleyballwelt zufrieden.

Verzichten andere Teams
auf das Aufstiegsrecht?

Mit ein bisschen Glück könnte es für den RSV, der gern in der 4. Liga bleiben würde, noch zum Klassenerhalt reichen. „Da wohl kein Hamburger Verbandsligist sein Aufstiegsrecht wahrnehmen wird, können wir noch hoffen!“, erzählt Frank Mondry. Die Entscheidung fällt in den nächsten zwei Wochen. Eines aber ist sicher: Für die kommende Spielzeit haben alle RSV-Spieler bereits ihren Verbleib in Rissen zugesagt.
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