„Einstieg Vorne“ in Hamburgs Bussen: HVV mit Testphase sehr zufrieden! Ausnahmen für MetroBusLinien - auch in Hamburgs Westen

Seit dem 1. März sollen bei den Bussen der Hamburger Hochbahn die Gäste nur noch vorne beim Fahrer einsteigen und dort ihren Fahrausweis vorzeigen. Das Ziel: Schwarzfahren soll erschwert werden. Das ist offenbar ein Erfolg: Der Fahrkartenverkauf konnte nach Unternehmensangaben in den ersten vier Wochen um bis zu 20 Prozent gesteigert werden. Seit Anfang März hat die Hochbahn nach eigenen Angaben im Vergleich zum Vorjahresmonat rund 340.000 Euro mehr eingenommen.

Die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok begrüßt das: „Auch mit dieser Maßnahme wollen wir die Verluste durch Schwarzfahrer verringern. Das wirkt sich dann positiv auf die Preisen aus. Dadurch können Fahrpreiserhöhungen gemindert werden. Es ist im Übrigen mehr als gerecht, wenn alle Benutzer zur Finanzierung der Busse beitragen“.

Das Prinzip ist einfach und lautet: Vorne Einstiegen – Hinten Aussteigen. Wenn sich alle daran halten, kann der Einstieg im günstigsten Fall sogar schneller als bisher erfolgen. Dieses Modell ist außerdem keine Hamburgensie, sondern wird bereits in verschiedenen Städten praktiziert.

Die neue Regelung gilt für alle Bussen – bis auf die besonders stark genutzten Metrobuslinien 4, 5 und 6. Hier müssen die Fahrkarten wie bisher werktags erst ab 21 Uhr beim Fahrer vorgezeigt werden. „Zudem dürfen die Busfahrer bei sichtbar überfüllten Bushaltestellen von dieser Regelung abweichen, um einen zügigen Einstieg aller Gäste zu gewährleisten“ verdeutlich die SPD-Politikerin die Ausnahmeregelung. Dies betrifft z.B. die MetroBusLinie 21, aber auch bei den Linien der 2 und 3 haben die Fahrer Ermessensspielräume – allerdings nur im Einzelfall. Anne Krischok ist sich sicher: „Die Menschen haben sich in den vergangenen Wochen schon sehr an das neue Modell gewöhnt. In wenigen Monaten werden wir uns im Nachhinein erstaunt fragen, wie dies früher funktionieren konnte“.
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