Diese Reise fordert Geist und Körper

Schon am ersten Tag die erste Herausforderung für die 8a: Start im Dauerregen. Foto: Jan Mackeprang
Hamburg: Stadtteilschule Rissen |

Klasse 8a der Stadtteilschule Rissen auf Herausforderungstour:
Die Schüler radelten, segelten, malochten

Markus Tischler, Rissen

Sich in die Natur zu begeben, das kann schön, aber auch anstrengend sein. Eine Herausforderung für Körper und Geist. Deshalb unternimmt die Stadtteilschule Rissen mit ihren Achtklässlern die „Herausforderungstouren“. „Die Kinder erreichen ein Alter, in dem sie den normalen schulischen ‚Herausforderungen‘ eher abwartend bis ablehnend gegenübertreten, da diese ihnen oft als zu realitätsfern erscheinen“, sagt Lehrer Jan Mackeprang.
Und so hat er sich in diesem Herbst mit der 8a erst auf eine Radtour bis nach Falshöft an der Ostsee (220 Kilometer in sechs Tagen) begeben, war drei Tage im Naturschutzgebiet Geltinger Birk und anschließend noch auf Segeltour auf der Schlei. „Auf so einer Reise lernen sie viel fürs wahre Leben. Auch und gerade, dass es sich lohnt, zusammenzuhalten und Schwierigkeiten gemeinsam zu begegnen, anstatt ihnen auszuweichen“, erklärt Mackeprang.

Unterkunft? Die musste
selbst gesucht werden

Da bis auf den ersten Tag keine Unterkunftsmöglichkeit geklärt war, mussten die Schüler in den jeweiligen Etappenorten selbst losziehen und suchen. „Dabei machten die Jugendlichen sehr positive Erfahrungen mit der Hilfsbereitschaft der Menschen.“
Wie es ihnen vor allem auf der Kutterfahrt ergangen ist, das hat der Lehrer in einem Internet-Blog veröffentlicht. Neben den vielen positiven Erfahrungen, zum Beispiel, dass alle an Bord eine Position und Aufgabe hatten, findet sich angesichts eines verregneten Abends der Eintrag: „Jetzt sitzen wir in unserem Zelt und langweilen uns. Nebenan feiern alle und sind gut drauf und singen, aber uns ist
zu kalt, um rüber zu gehen. Bitte holt uns alle ab!!!! Wir haben keine Lust mehr.“
Trotz solcher Wünsche aber weiß Mackeprang: „Die Schüler kommen in der Regel sehr in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt zurück. Sie haben das Gefühl, wirklich etwas Besonderes geschafft zu haben.“
Am Ende der Reise haben die Schülerinnen und Schüler noch aufgelistet, was sie zu Hause als erstes gemacht hatten: Oft wird da „heiß duschen“ oder das „eigene Bett genossen“ genannt. In einem Fall waren es indes die 187.395 E-Mails, die es zu che-cken galt. Klingt auch nach einer Herausforderung.

Weitere Touren
Die 8b der Stadtteilschule Rissen wiederum hatte ein Bergwaldprojekt in Brandenburg besucht. Die 8c entschied sich für eine Woche Selbstversorgung und kreative Mitarbeit in einem Kindergarten im niedersächsischen Salzhausen.
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