Dehmel-Haus „erzählt“ bald Geschichten

Welche Geheimnisse birgt das Dehmel-Haus? Ob während seiner Sanierung wohl Neues zum Leben von Ida und Richard Dehmel entdeckt wird? 

Nach drei Jahren Leerstand wird das denkmalgeschützte Gebäude saniert -
Fertigstellung für 2016 geplant

Betreten der Baustelle verboten. Das kleine Schild hängt an der Zauntür der Richard-Dehmel-Straße 1. Die alte Villa ist eingerüstet. Ein großer Aufsteller weist auf ein enormes Bauvorhaben hin: Das Dehmel-Haus wird saniert.

Vor drei Jahren schon hatte Klaus Landry, Nachlassverwalter im Erbfall Claus Großner, die Weichen dafür gestellt. Die damals mit der Vermögensverwaltung beauftragte Hermann Reemtsma Stiftung finanziert das rund zwei Millionen Euro teure Projekt. Als Bauherrin gibt es seit Ende 2013 die Dehmelhaus Stiftung. Sie wird als Trägerin für das Dehmel-Haus zuständig sein.
2016 soll das Gebäude dann so genutzt werden: Im Erdgeschoss wurden das Arbeitszimmer von Richard Dehmel, Esszimmer und Empfangsraum nahezu so eingerichtet, wie zu den Zeiten, als er und seine Frau Ida gelebt haben.
Dafür werden die Originalmöbel derzeit restauriert. Im Untergeschoss wird eine kleine Ausstellung über die Geschichte des Hauses und seine Bewohner informieren. Das Ober- und Dachgeschoss wird vermietet. „In erster Linie soll das Haus so genutzt werden wie früher – als Wohnhaus“, erklärt Carolin Vogel, stellvertretende Vorsitzende der Dehmelhaus-Stiftung. Die Ausstellung und die historisch hergerichteten Räume werden den Besuchern zeitweilig offen stehen. Kleine kulturelle Veranstaltungen seien geplant.

Alte Geschichten kommen ans Tageslicht

„Es werden viele alte Geschichten ans Tageslicht kommen. Das wird sicher spannend“, freut sich Vogel auf die Geschichte des Hauses und das Leben des Künstlerpaares. Erstmal aber wird das Mauerwerk seine Geheimnisse preisgeben. Nach Herrichtung des Gemäuers ist im Frühjahr 2015 das Dach dran. So ist der Plan. Doch das denkmalgeschützte Gebäude ist stark beschädigt, weil nie in seinen Erhalt investiert wurde. Vogel hofft, dass das Bauvorhaben nicht ein Fass ohne Boden wird. „Letztendlich wissen wir nicht, was uns genau erwartet.“

Wer hat Fotos?
Die Dehmelhaus Stiftung sucht alte Fotos von Grundstück, Haus und Garten zwischen 1900 und 2000 sowie Erinnerungen an die Bewohner und Geschichten vom Dehmelhaus. Für die Sanierung und Restaurierung des Gebäudes sind dies wichtige Quellen.
Zuschriften an das Postfach 52 20 06 in 22598 Hamburg oder per E-Mail an brief@dehmelhaus.de.
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