Bergziege fährt elektrisch

Busfahrer Jan Fleck hat an Fahrstil und Fahrerausstattung nichts zu beanstanden.

Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein setzen den ersten E-Bus Hamburgs ein

Ein bisschen mehr Gefühl am Gaspedal ist nötig. Ansonsten ist die neue Bergziege genauso schnell und leicht zu handeln wie die alten Dieselfahrzeuge. Und so schön leise. Busfahrer Jan Fleck fühlt sich wohl auf seinem Platz: „Die E-Variante ist sehr angenehm zu fahren.“

Worum geht es?
Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) haben den ersten elektrisch betriebenen Bus Hamburgs auf Strecke gebracht. Der E-Bus fährt auf der Linie 48 vom S-Bahnhof Blankenese über Strandweg und Waseberg zurück zum Bahnhof.
Warum E-Antrieb?
Hamburg will ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse kaufen. 2030 soll komplett auf E-Busse umgestellt sein. Beide Verkehrsbetriebe, VHH und Hochbahn, tasten sich ran.
Was kostet das?
Noch sind E-Busse gegenüber Diesel in der Anschaffung um 50 Prozent teurer. Durch die geringeren Kosten im Verbrauch soll sich das über die Lebenszeit amortisieren. Was Wartung und Reparaturen kosten, weiß man noch nicht.
Wie geht es weiter?
Der VHH plant mit den Herstellern die Umrüstung eines Gelenkbusses auf Elektrik. Das gibt es noch nicht. Mehr als die Hälfte der Flotte besteht aber aus diesen langen Bussen. Ende 2016 sollen die ersten E-Gelenkbusse geliefert und auf der Metro-Linie 3 eingesetzt werden.
Und auf der Linie 48?
Übersteht die neue Bergziege Winter und 17-prozentige Steigung am Waseberg werden die Busse nach und nach ausgetauscht.
Wie klappt das Laden?
Aktuell muss die E-Bergziege alle drei Runden und nachts ans Netz. Andockstationen sind am S-Bahnhof und auf dem Betriebshof. Das „Tanken“ stört den Betriebsablauf nicht.
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