Ausfall des Heizkraftwerks in Wedel zeigt Notwendigkeit für einen schnellen Ersatz durch das geplante GuD-Kraftwerk

Der kürzliche Totalausfall des Heizkraftwerks in Wedel macht wieder einmal deutlich, dass dieses nach nun fast 60 Jahre am Ende seiner Laufzeit angelangt ist. Um die Fernwärmeversorgung für den Hamburger Westen langfristig zu garantieren, ist nach Auffassung der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok der Bau des geplanten Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk (Des Weiteren: GuD-Kraftwerk) in Wedel unabdingbar. Die Vorsitzende des Umweltausschusses der Hamburger Bürgerschaft führt hierzu aus: „Man kann reparieren und flicken – aber ein veraltetes Kraftwerk muss vom Netz. Es ist seit 1965 am Netz und war ursprünglich für 40 Jahren ausgelegt. Zwar kann die Lebensdauer hinausgezögert werden, aber das ist nur für eine gewisse Zeit möglich. Je länger das Kraftwerk läuft, desto anfälliger wird es für Fehler."

Dieser Vorfall hat eines vor Augen geführt: Die Fernwärmeversorgung des Hamburger Westen ist vom Heizkraftwerk Wedel abhängig. Selbst wenn sämtliche Reservekessel und Kraftwerke im Stadtgebiet im Einsatz sind, kann diese Unterversorgung nicht ausgeglichen werden. Und es handelt sich auch nicht um den ersten Zwischenfall: So mussten im September vergangenen Jahres zwei Turbinen auf Grund eines Stromausfalles abgeschaltet werden.

Um hier für Ersatz zu sorgen, plant das Unternehmen Vattenfall am Standort Wedel das bestehende Heizkraftwerk durch ein GuD-Kraftwerk zu ersetzen und zusätzlich mit einem Wärmespeicher auszustatten. „Diese Lösung ist für Hamburgs Steuerzahler die preiswerteste, da bestehende Fernwärmeleitungen genutzt werden können und nicht für 100 Millionen Euro neue Rohrleitungen durch Hamburg verlegt werden müssen“ erläutert die SPD-Politikerin Krischok. „Unter umweltpolitischen Gesichtspunkten ist mir wichtig, dass mit dem neuen GuD insgesamt 250.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Im übrigen haben auch die Stadt Wedel und das Land Schleswig-Holstein auf die Beibehaltung des Standorts gedrängt.“

Ursprünglich plante Vattenfall, die Fernwärmeversorgung des Wedeler Steinkohlekraftwerks durch das neue Kohlekraftwerk in Moorburg zu ersetzen: Dies wurde jedoch seinerzeit von Politik und Bürgerinitiativen verhindert: Auch der BUND erachtete diese Lösung als ökologisch schädlich und präferierte das GuD-Kraftwerk in Wedel. „Für die Versorgungssicherheit mit Fernwärme hoffen daher die Menschen auf ein schnelles Ergebnis der Genehmigungsprüfung“, weiß Anne Krischok: „Es wäre fatal, wenn Vattenfall quasi gezwungen werden müsste, ein marodes Kraftwerk weiter zu betreiben und dann bei Ausfällen kritisiert zu werden, dass sie dies tun: Wir wollen die Energiewende mit Energiesicherheit – und das bedeutet für mich das GuD-Kraftwerk,“ formuliert Anne Krischok Ihre Erwartung.
 auf anderen WebseitenSenden
5 Kommentare
68
Mirco Beisheim aus Altona | 02.02.2013 | 11:02  
1.251
Anne Krischok aus Rissen | 02.02.2013 | 12:52  
68
Mirco Beisheim aus Altona | 04.02.2013 | 15:01  
6
Head Crasch aus Altona | 07.02.2013 | 01:39  
68
Mirco Beisheim aus Altona | 07.02.2013 | 09:40  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.