Anne Krischok (SPD): „Neuordnung der Fernwärme ist gut für die Umwelt – aber auch ein Gewinn für den Hamburger Westen“

Mit dem Volksentscheid zum Netze-Rückkauf 2013 wurde beschlossen, sowohl das privatisierte Strom- als auch das Fernwärmenetz wieder zurück zu kaufen. Für das Stromnetz ist dies umgesetzt. Jetzt hat Umweltsenator Kerstan die Pläne der Behörde für Umwelt und Energie vorgestellt, den Volksentscheid weiter umzusetzen.
Die Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok, SPD, begrüßt die vorgestellten Pläne gleich aus mehreren Gründen. „Beim Schlagwort ‚Energiewende‘ wird in der Regel nur über Strom geredet. Aber die Energie für die Heizungen unsere Wohnungen ist fast noch wichtiger.“ Die Wärme-Isolierung von Häusern zur Steigerung der Effizienz werde bereits gefördert und sei im Bewusstsein der Menschen schon sehr präsent. Nun müsse auch für die Produktion von Wärme nach neuen Wegen gesucht werden.
„Die Umweltbehörde hat einen Weg skizziert, der viele Innovationen ermöglicht“, freut sich Anne Krischok. „Gleichzeitig stellt er das Ende der bisherigen Strategie dar, das vor allem auf fossile Energie gesetzt hat.“
Es sei ein richtiger Quantensprung, wenn jetzt nach anderen, nutzbaren Wärmequellen gesucht werde, die einen Beitrag zur Fernwärmeversorgung leisten können. „Wenn es beispielsweise möglich würde, Müllentsorgung zur Wärmeversorgung zu nutzen, dann könnte Hamburg zu einem Vorbild in effizienter Ressourcen-Nutzung werden.“
Doch die Sozialdemokratin freut sich auch für ihren Wahlkreis im Hamburger Westen, schließlich werde endlich die Abschaltung des alten Kohlekraftwerks in Wedel nicht nur versprochen, sondern jetzt mit einem verbindlichen Datum versehen. „Viele Menschen in Hamburg und Schleswig-Holstein haben das Kraftwerk Wedel als sprichwörtliche Dreckschleuder wahrgenommen. Wenn es jetzt abgeschaltet wird, dann verbessert das auch die Lebensqualität der Menschen in der direkten Nachbarschaft.“
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