700.000 Euro für neues Verkehrskonzept

Seyed Latifi vor seinem Geschäft. Vor einem Jahr ist bei ihm ein Autofahrer in das Schaufenster gefahren. Der vorerst letzte Unfall in der Waitzstraße war im Oktober.

Waitzstraße: Politik und Eigentümer haben Ideenwettbewerb durchgeführt - nicht öffentlich

Bei Seyed Latifi ist vor einem Jahr ein Auto durchs Schaufenster gekracht. Im Oktober rauschte eine ältere Frau in die Glasscheibe einer Bank. Allein acht solcher Unfälle in der Waitzstraße innerhalb von zwei Jahren hat Ladenbesitzer Latifi gezählt. Zum Glück ohne Personenschaden.

• Wie konnte das passieren?
Autofahrer düsen über die schrägen Parkplätze und den Bürgersteig ins Geschäft. Laut Latifi sind oftmals ältere Personen die Unfallverursacher. Er vermutet, weil Gas und Bremse vertauscht werden.
• Was fordern Geschäftsleute?
Poller vor die schrägen Parkplätze – das wäre eine einfache, aber nicht unbedingt hübsche Maßnahme. Aus den schrägen Parkplätzen Längsflächen machen – das verringert zwar Unfälle, aber auch Parkfläche. Die Meinungen sind geteilt, wie das Problem anzugehen ist. Dass was geschehen muss, ist klar.
• Was ist bislang passiert?
Politik und Eigentümer führten einen nicht öffentlichen Ideenwettbewerb durch. Sie haben sich für ein Konzept entschieden, dass die Verkehrssituation in Gänze verbessern soll.
• Was ist Inhalt des Konzepts?
Folgendes ist durchgesickert: Der Charakter der Waitzstraße als attraktive Einkaufsstraße bleibt erhalten. Aufgrund der
Kosten gewinnt eine pragmatische Lösung gegenüber einer luxuriösen. Poller werden wohl nicht kommen. Die Anzahl der Parkplätze wird sich nicht entscheidend verringern. Querungshilfen für Fußgänger sollen kommen, die Situation für Radfahrer am Beseler Platz wird verbessert. Eine ansprechende Grün-Gestaltung ist geplant.
• Wie geht es weiter?
Einstimmig hat die Bezirksversammlung beschlossen: Altona übernimmt 700.000 Euro.
Das Konzept wird öffentlich gemacht, wenn die Grundeigentümer der Waitzstraße ein BID (Business Improvement District) gegründet haben. Das soll im
Januar geschehen.

Was ist ein BID?
Seit 2005 ist es in Hamburg möglich, ein Business Improvement District (BID) in Hamburg zu gründen. Grund- stückseigentümer schließen sich zusammen. Ihr Ziel: 
Ihren Einzelhandels- und Dienstleistungstandort aufzuwerten. Gemeinsam mit der Stadt werden zeitlich begrenzte Maßnahmen geplant, durchgeführt und finanziert.
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