Zusage von SAGA/GWG: Spielräume für Mieterhöhungen werden nicht (!) ausgeschöpft - besonders beim Osdorfer Born

Kaum erscheint der Mietenspiegel, wird dieser von den Wohnungsunternehmen (leider) dazu genutzt, um bereits geplante Mieterhöhungen durchzuführen. Das städtische Wohnungsbauunternehmen SAGA/GWG hat sich mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Lutz Basse öffentlich verpflichtet, die Spielräume des neuen Mietenspiegels nicht voll auszuschöpfen. Mieterhöhungen sollen höchstens der Inflationsrate entsprechen – und besonders bei den Hamburger Großwohnsiedlungen soll größtmögliche Zurückhaltung geübt werden.

Die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok ist Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss und begrüßt, dass die SAGA gerade in sozial sensiblen Stadtteilen künftig weitestgehend auf Mieterhöhungen verzichten will: „Es ist das richtige Signal, wenn die SAGA als soziales Regulativ am Wohnungsmarkt wieder stärker aktiv wird." Die SPD-Politikerin macht deutlich, dass nur steigende Neubauzahlen dauerhaft die Gefahr von Mieterhöhungen bremsen werden. "Ich gehe davon aus, dass die SAGA ab 2013 jährlich mit dem Bau von 1.000 Wohnungen beginnt. Wir setzen uns als SPD-Fraktion aktiv dafür ein, dass die SAGA gerade auch bei zentralen städtebaulichen Vorhaben wie der „Neuen Mitte Altona“ mit einem spürbaren Anteil zum Zuge kommt." Die SPD-Politikerin räumt allerdings ein, dass Modernisierungsmaßnahmen wie der Einbau einer neuen Küche, neue Heizkörper oder das Verlegen von Fußbodenfliesen auch künftig dazu führen können, dass bei sanierten Wohnungen die Mieten im Einzelfall angehoben werden können.

Zum Hintergrund:
SAGA-GWG-Vorstandschef Lutz Basse hat jüngst im Interview mit NDR 90,3 über die unternehmerischen Zielsetzungen gesprochen. Für das nächste Jahr kündigte Basse den Bau von 750 neuen Wohnungen an. Darüber hinaus werde die SAGA-GWG den neuen Mietenspiegel nicht voll ausschöpfen, sondern würde nur Erhöhungen um die zweijährige Inflationsrate vornehmen. Außerdem sollen Mieterhöhungen in Großsiedlungen wie Mümmelmannsberg und Osdorfer Born besonders sensibel geprüft werden.
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