Was haben die Unwetter in den USA mit Wärmedämmung in Hamburg zu tun?

SPD-Umweltexpertin Anne Krischok: „Der Kampf gegen den Klimawandel beginnt auch an unseren Haustüren.“


Die Nachrichten sind voll mit dramatischen Bildern von den vom Starkregen überfluteten Städten im Süden der USA. Dass dies Auswirkungen der weltweiten Klimaerwärmung sind, durch die sich der Golf von Mexiko erwärmt hat und mehr verdunstetes Wasser an die Luft abgibt, ist für die meisten offensichtlich. Aber es scheint weit weg von uns zu sein. Doch so einfach ist es nicht, erklärt die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok: „Treibhausgase machen keinen Halt an Ländergrenzen, sondern verteilen sich weltweit.“ Damit sei auch die Verantwortung für Naturkatastrophen wie die aktuelle in den USA, aber auch für ähnliche, weniger beachtete in Bangladesch und Indien, oder Dürren in Afrika keine hausgemachten in den betroffenen Ländern, sondern weltweit hätten alle Industrienationen ihren Anteil an der Ursache.

„Dabei lässt sich am Ausstoß von Treibhausgasen durchaus auch bei uns zuhause etwas verändern“, so Krischok weiter. Nicht nur die großen Akteure wie die Industrie könnten einen Beitrag leisten. „Etwa 20 Prozent des klimaschädlichen CO² stammt aus den Privathaushalten und ein großer Teil davon aus der Heizung“, erklärt die Umweltpolitikerin. Und bis zu 80 Prozent dieser Emissionen lassen sich durch moderne Wärmedämmung einsparen.

Darum begrüßt Anne Krischok es sehr, dass die Stadt für Eigentümer von Wohnhäusern eine breite Palette an Förderungen bereithält. „Ich habe es in der letzten Sitzung der Bürgerschaft schon gesagt: Nachhaltigkeit muss der rote Faden in allen Bereichen einer Großstadt sein“, sagt Anne Krischok. „Das ist nicht nur Aufgabe der Eigentümer, sondern auch eine politische Aufgabe, beispielsweise finanzielle Anreize zur Modernisierung von Gebäuden zu geben. Aber genauso gehört dazu, ein Problembewusstsein zu schaffen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.“

Darum sieht Krischok die Stadt auf dem richtigen Weg, beides zu tun. Beispielhaft sei dafür die Seite www.hamburg.de/energieeffizientes-bauen/,
auf der nicht nur eine Übersicht über die Förderprogramme, sondern auch eine Reihe von Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Aspekten der Wärmedämmung oder Baumaterialien zu finden ist.
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