SPD forciert Planungen für Landstrom im Hafen: Schon 2014 soll das erste Kreuzfahrtschiff an die Steckdose

Mit einem eigenen Antrag der SPD-Fraktion hat die Hamburgische Bürgerschaft auf ihrer jüngsten Sitzung am 26.02.2013 eine Forcierung der Pläne für die Landstromplanungen beschlossen: Die Vorarbeiten für eine externe Stromversorgung für Kreuzfahrtschiffe über Landstromanlagen oder mobile Kraftwerke, so genannte Power-Bargen, sollen beschleunigt zum Abschluss gebracht werden. Anne Krischok, SPD-Bürgerschaftsabgeordnete für den Hamburger Westen und Vorsitzende des Umweltausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft: „Unser Ziel ist, dass noch in der Kreuzfahrtsaison 2014 das erste Schiff an die Steckdose kommt. Das ist auch für die Menschen in Altona wichtig.“

Konkret sieht die Initiative vor, dass der Senat in Kooperation mit privaten Partnern für einen Start einer ersten externen Stromversorgung für Kreuzfahrtschiffe im Hamburger Hafen vor Ablauf der Kreuzfahrtsaison 2014 Sorge trägt und die Hamburg Port Authority (HPA) beauftragt, den Bau einer Landstromanlage in Altona vorzubereiten und voranzutreiben. Dazu gehören laut Krischok auch eine Ausschreibung und die Vergabe der Realisierung von Technik und Betrieb sowie des (Öko-)Strombezugs wie auch die Bauplanung und Durchführung von Bauleistungen und Montage der Komponenten.
Die Umweltpolitikerin Anne Krischok betont: „Für die Luftreinhaltung ist das Thema externe Stromversorgung für die Schiffe ein zentrales, wir wollen noch in dieser Wahlperiode sichtbare Ergebnisse sehen und machen mit unserer Bürgerschaftsinitiative einen wichtigen Schritt dahin."
Die Fertigstellung der Anlage soll bis Anfang 2015 gewährleistet werden. Zur Finanzierung sollen Fördermittel bei der EU und beim Bund eingeworben, möglichst private Unternehmen beteiligt und zu gegebener Zeit eine durch die Bürgerschaft bewilligte Deckung durch Haushaltsmittel herangezogen werden.

Anne Krischok hat klare Vorstellungen darüber, wer die Altonaer Landstromanlage betreiben soll: "Für die HPA könnte der Erwerb einer Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe ein zukünftig interessantes Betätigungsfeld sein, da die Technik auch auf den Einsatz im Bereich der Containerschiffe übertragbar ist. Die HPA ist die ideale Betreiberin der ersten Hamburger Landstromanlage und könnte entsprechende Flächen beim Terminalbetreiber mieten, sich die Baumaßnahmen von ihr genehmigen lassen, um dann die erforderliche energetische Infrastruktur zu schaffen."

Neben dem Terminal in Altona soll für das Kreuzfahrtterminal Hafen City – wie auch für weitere Versorgungsbedarfe im Hafen – gemeinsam mit privaten Partnern ein Konzept für eine externe Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen, gegebenenfalls auch von weiteren Schiffen, vorbereitet werden. Dabei sollen auch die Möglichkeiten eines Einsatzes von Power-Bargen geprüft werden. Dazu sind die Genehmigungsverfahren für die Power-Bargen zügig zum Abschluss zu bringen, so dass im Falle der Genehmigungsfähigkeit der Start einer mobilen externen Stromversorgung noch in der Kreuzfahrtsaison 2014 möglich wird.

Krischok abschließend: "Neben den rund 170 Kreuzfahrtschiffen können auf längere Sicht auch rund 12.000 weitere Schiffe - vor allem Containerschiffe- ihre Emissionen senken. Die externe Stromversorgung im Hafen kann und wird hier einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung in Hamburg leisten."
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