Richtfest bei Landstromanlage am Altonaer Kreuzfahrtterminal

Freude beim Richtfest für Altonas Landstromanlage: Bezirksamtsleiterin Liane Melzer, Wirtschaftssenatpr Frank Horch und die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok (zugleich Vorsitzende des Umweltausschussses der Hamburgischen Bürgerschaft)

Anne Krischok (SPD): Wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Lärmschutz in Altona



"Nach schier endlosen Diskussionen zu schwarz-grünen Regierungszeiten machen wir beim Thema Landstrom ernst. Für den Hamburger Hafen und für Altona bedeutet das konkret bessere Luft, weniger Ruß und weniger Lärm", so Anne Krischok, Vorsitzende des Umweltausschusses und Altonaer SPD-Bürgerschaftsabgeordnete. Mit dem Richtfest der Landstromanlage am Altonaer Kreuzfahrtterminal nähert sich die Vision „Landstrom“ immer mehr der Inbetriebnahme im kommenden Sommer. Bei der Feier waren Wirtschaftssenator Frank Horch, HPA (Hamburg Port Authority)-Geschäftsführer Jens Meier sowie Michael Westhagemann, Vorsitzender des Industrieverbandes Hamburg, anwesend.

Anne Krischok betont, dass Hamburg für dieses wegweisende Projekt in Zeiten knapper Kassen viel Geld in die Hand nimmt: „Über sieben Millionen Euro plus weitere Verpflichtungsermächtigungen von über acht Millionen Euro sind eine große Investition. Von der EU haben wir darüber hinaus einen Zuschuss von 3,55 Millionen Euro bekommen. Zusammen mit der ebenfalls gerade auf den Weg gebrachten Power Barge als schwimmende Stromerzeugungsanlage leisten wir mit der festen Landstromanlage in Altona einen ganz wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Lärmschutz.“

Mit der Landstromanlage am Altonaer Kreuzfahrtterminal und der Power Barge in der HafenCity wird sich Hamburg im kommenden Jahr als Gastgeber der Welthafenkonferenz mit gleich zwei innovativen Stromerzeugungssystemen in der Praxis präsentieren. „Landstrom und Power-Bargen machen deutlich: Der Hamburger Hafen steht beispielhaft dafür, wie ökonomische und ökologische Aspekte in der europäischen Hafenwirtschaft im Einklang weiterentwickelt werden können", bilanziert die SPD-Umweltpolitikerin Krischok.

Zum Hintergrund:

Die neue Landstromanlage Altona wird im Sommer kommenden Jahres in Betrieb gehen. Für die Nutzung der Landstromanlage ist der Bezug von elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen vorgesehen. Mit der neuen Landstromanlage können Kreuzfahrtschiffe künftig während ihrer Liegezeit in Altona nahezu alle Motoren ausstellen. So wird der Ausstoß von Luftschadstoffen, wie Stick- und Schwefeloxiden und Feinstaub sowie Kohlendioxid deutlich reduziert. Zudem werden auch die Schallemissionen stark gesenkt. Dank des automatisierten Zuführungssystems der Anlage dauerte es nur wenige Minuten bis die Stromversorgung von Land läuft und die Kreuzfahrtschiffe während ihrer Liegezeit in Altona nahezu alle Motoren ausstellen können. Davon profitieren sowohl Anwohner als auch Besatzung und Passagiere.

Die Landstromanlage Altona wird aus einer Umformerstation, Leitungen und einem Kabelkanal für die Energiekette auf der Kaianlage sowie einer mobilen Übergabeeinrichtung bestehen. Der aus dem öffentlichen Netz gelieferte Strom von 10 kV/50 Hz wird im Umformergebäude auf die von Kreuzfahrtschiffen benötigte Spannung von 11 kV/60 Hz umgewandelt. In die Umformerstation werden vier Transformatoren und ein Spannungswandler eingebaut. Für die Nutzung der Landstromanlage ist der Bezug von elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen vorgesehen.
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