Neuregelung der Maklercourtage – SPD will Mieter entlasten – Initiative im Bundesrat

Mietet man eine Wohnung, zahlt man neben der Kaution vielfach den Makler, den der Vermieter zur Wohnungsvermittlung eingeschaltet hat, in Form einer „Courtage“. Da können schon schnell mehrere tausend Euro zusammen kommen – für einkommensschwache Haushalte und junge Familien eine große Hypothek, welche die Wohnungssuche erschwert.

Um dies zu ändern, hat die Bürgerschaft eine parlamentarische Initiative der SPD auf den Weg gebracht, welche Hamburger Mieterinnen und Mieter entlasten kann. Ziel ist, dass diese Maklercourtage künftig vom Vermieter hälftig mitgetragen werden soll. Dies dürfte in vielen Fällen dazu führen, dass Vermieter darauf verzichten würden, einen Makler einzuschalten bzw. die von den Maklern verlangten Kosten kritischer zu hinterfragen.

Die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok ist Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft und ist sich sicher: „Gerade in Zeiten eines angespannten Wohnungsmarktes steht der Maklercourtage aus Sicht meiner Fraktion häufig kein entsprechender Arbeitsaufwand des Maklers gegenüber, da sich jede freie Wohnung nach einer Zeitungsanzeige sofort wieder vermieten lässt“.

Dies bedeutet, dass der Makler gegenwärtig bei der Krise am Wohnungsmarkt sehr gut verdienen kann, obwohl er neben einer Online-Anzeige und einem Besichtigungstermin kaum was machen muss.

"Es ist deshalb angemessen, wenn der Vermieter, der den Makler beauftragt, die Kosten zumindest zur Hälfte mitträgt. Natürlich spricht auch einiges für Modelle, in denen der beauftragende Vermieter die Kosten allein trägt. Eine solche Initiative würde allerdings als reiner ,Schaufenster-Antrag' im Bundestag an der schwarz-gelben Regierungsmehrheit sicher scheitern“ begründet die SPD-Politikerin Krischok diesen Vorschlag, der nun vom Senat als Initiative in den Bundesrat eingebracht wird: Grundlagen des Mietrechts unterliegen der Bundesgesetzgebung und können von Hamburg als Stadtstaat nicht eigenständig geändert werden. „Wir machen daher dieses Angebot, um den Mieterinnen und Mietern reale Entlastungen zu verschaffen“ fasst Krischok diese Initiative zusammen!

Auf Anregung der SPD-Fraktion wird das Thema nun im Stadtentwicklungsausschuss diskutiert. Krischok: "Wir müssen darüber sprechen, welche Änderungen überhaupt denkbar sind und welche Effekte sie für die Mieterinnen und Mieter haben. Wir würden es begrüßen, wenn Hamburg in dieser Sache ein starkes Signal an den Bund sendet, hier endlich aktiv zu werden."
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