Neue Park&Ride-Anlage in Rissen könnte schon in vier Jahren Realität werden

Hamburg will das Park-and-Ride-Angebot ausweiten – von bislang 9.300 um hamburgweit 2.200 weitere Stellplätze. Auch in Rissen soll ein entsprechendes Angebot in den kommenden Jahren neu gebaut werden. Das Prinzip lautet nämlich: Streichung von innerstädtischen Park-and-Ride-Anlagen und Schaffung von entsprechenden Angeboten am Stadtrand.

Die Verkehrsbehörde und P+R-Betriebsgesellschaft treiben die Planungen vor Ort voran. Anne Krischok, Rissens SPD-Bürgerschaftsabgeordnete, zu den möglichen Standorten: „Südwestlich der S-Bahnhaltestelle könnte ggf. im bisher unbefestigten Mittelstreifen der Wedeler Landstraße eine zumindest ebenerdige P+R-Anlage realisiert werden. Zu- und Ausfahrten wären in alle Richtungen möglich. So könnten ggf. 200 Stellplätze an der Hauptdurchgangsstraße entstehen.“ Mehr Stellplätze wären allerdings mit einer weiteren Parkebene denkbar. Diese Variante hat aber nicht nur Vorteile. Es müssten Bäume gefällt werden, und die Stellplätze wären nicht unmittelbar am S-Bahnhof. Hier soll aber auch noch das Bezirksamt beteiligt.

Man kann immer wieder von einer in Rissen zirkulierenden Idee lesen, dass ein Teil des Canyons mit einer P+R-Anlage überdeckelt werden soll. Anne Krischok sieht hier jedoch entscheidende Probleme: „Zum einen würde eine solche Park&Ride-Anlage als Deckellösung sehr teuer in der Erstellung sein und lange dauern. Mir ist dabei unklar, wie die zusätzlichen Verkehrsflüsse durch den Grete-Nevermann-Weg oder die Gudrunstraße in den Hauptverkehrszeiten geleitet werden können.“

Sollte in Rissen keine Park&Ride-Anlage eingerichtet werden, müsste man ortsnah weitersuchen – z.B. im benachbarten Sülldorf in der Nähe des dortigen S-Bahnhofs. Aber auch hier sind die Flächenoptionen entlang der B431 begrenzt. Gegen eine Nutzung der Festwiese an der Ecke Op´n Hainholtz /Sülldorfer Kirchenweg spricht, dass die Zufahrt im Berufsverkehr durch den S-Bahnverkehr oft schwer möglich ist.

Die Rissener SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok betont, dass die Suche nach Park&Ride-Plätzen ein Teil der Lösung ist, den Pendlerverkehr zu begrenzen: „Jenseits von weiteren P+R-Stellplätzen in Schleswig-Holstein – die zweifelsohne wünschenswert sind – sollten wir aber auch in Hamburger Westen entsprechende Angebote schaffen. Es ist richtig, Pendlerverkehre aus dem Umland nicht mehr bis in die Innenstadt zu leiten, sondern schon bei uns in Rissen an den ÖPNV zu leiten. Wünschenswert wäre eine neue P+R-Anlage in Wedel.“
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Karsten Strasser aus Altona | 08.11.2013 | 10:57  
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