Neubau der DLRG-Station am Wittenbergener Elbstrand kann starten – SPD-Fraktion beantragt zusätzliche Mittel

Architektenentwurf von Sybille Kramer (Sybille Kramer Architekten, SKA) (Foto: Sybille Kramer, Sybille Kramer Architektin (vom DLRG beauftragt))

Anne Krischok und Frank Schmitt (SPD), die beiden SPD-Bürgerschaftsabgeordneten für den Hamburger Westen: Zur Badesaison 2015 kann die neue Lebensrettungsstation ihren Betrieb beginnen.



Mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von bis zu 125.000 Euro kann der dringend benötigte Neubau der DLRG-Station am Wittenbergener Elbstrand jetzt realisiert werden. Die SPD-Fraktion legt der Bürgerschaft einen Antrag zur nächsten Sitzung vor.

„Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der DLRG leisten am Elbstrand einen enorm wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Badegäste. Das gilt insbesondere für den Abschnitt in Wittenbergen, der in den Sommermonaten ein beliebter Anlaufpunkt für Familien mit Kindern ist. Umso wichtiger ist es daher, die marode DLRG-Station an dieser Stelle durch einen Neubau zu ersetzen", so die Rissener SPD-Politikerin Anne Krischok, die den Antrag maßgeblich initiiert hat. Ihr Fraktionskollege Frank Schmitt ergänzt: „Die jetzige Anlage genügt nicht einmal einfachsten Mindeststandards. So gibt es für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer beispielsweise keine Sanitäranlagen – auch ein Wasseranschluss ist nicht vorhanden. Um auch zukünftig vor Ort eine Badeaufsicht zu gewährleisten, führt deshalb an einem Neubau kein Weg vorbei.“

Für die neu zu errichtende Rettungsstation liegt bereits die erforderliche Baugenehmigung vor. Mit den Arbeiten soll nach Abschluss der Badesaison im Herbst 2014 begonnen werden. Es handelt sich dabei um Container, die sich mit einer ansprechenden Holzverkleidung in die landschaftliche Umgebung gut integrieren werden. Beide SPD-Politiker bilanzieren: „Wir freuen uns, dass wir eine Lösung zur Finanzierung des lebensrettenden Projekts gefunden haben. Damit kann pünktlich zur Badesaison 2015 die DLRG ihre neue Station in Betrieb nehmen."

Hintergrund:

Auf Antrag der SPD-Fraktion wurden für dieses wichtige Projekt im vergangenen Jahr bereits 100.000 Euro vonseiten der Bürgerschaft zur Verfügung gestellt. Weitere 50.000 Euro sind vom Bezirk Altona zugesagt. Aufgrund der besonderen örtlichen Gegebenheiten und den damit verbundenen baulichen Vorschriften ist der Finanzierungsbedarf höher ausgefallen als zunächst angenommen. Für die weitere Finanzierung hat die DLRG – neben bereits eingebrachten Eigenmitteln in Höhe von rund 150.000 Euro – in diesem Sommer eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Unter dem Motto "28 Stufen helfen" können Sponsoren eine der 28 Treppenstufen zur neuen Rettungsstation symbolisch erwerben. Die Namen der Unterstützer werden dabei dauerhaft in die Stufen der Rettungsstation eingraviert werden. Trotz dieser großen Anstrengungen reichten die aufgebrachten Eigenmittel der DLRG nicht aus, um die auf 450.000 Euro gestiegenen Projektkosten aufzubringen.

Mit der Unterhaltung der Rettungsstation am Wittenbergener Elbstrand in Rissen hat die DLRG dabei bereits seit vielen Jahren einen wichtigen Anteil an der Wassersicherheit an und auf der Elbe. Der aktuell bestehende und über 30 Jahre alte Bau war bereits mehrfach der Gefahr einer Unterspülung ausgesetzt und verfügt über keine Sanitäranlagen. Er entspricht damit weder den heutigen baulichen Standards noch wird er den Grundbedürfnissen der vielen dort eingesetzten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gerecht. Die jetzige Station, die noch aus den 60er Jahren stammt, ist inzwischen laut DLRG nicht nur viel zu klein. Sie verfügt weder über einen Wasseranschluss noch über ein WC. So wird es für die DLRG unter diesen Bedingungen immer schwieriger für diesen Standort freiwillige Helfer zu mobilisieren. Eine seit langem notwendige neue Anlage soll nun kurzfristig errichtet werden um den DLRG Rettungsschwimmern und Helfern eine angemessene Arbeitsumgebung zu schaffen.
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