Mehr Barrierefreiheit im Wohnungsbau und im öffentlichen Personennahverkehr

Anne Krischok (SPD): Demographische Entwicklung erzwingt mehr Barrierefreiheit, die wir auch politisch wollen!



Gleich zwei parlamentarische Initiativen zum Thema Barrierefreiheit hat die SPD-Bürgerschaftsfraktion zur Bürgerschaft eingereicht, wo Sie die Stärkung der Barrierefreiheit im Wohnungsbau und der Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehr (Des Weiteren: ÖPNV) festzuschreiben will. Hintergrund ist der demographische Wandel – sprich der Anstieg des Anteils von älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung, welche entsprechende Bedürfnisse artikulieren,

"Wir brauchen in Hamburg in den kommenden Jahren mehrere zehntausend barrierearme und barrierefreie Wohnungen", so Anne Krischok, Altonas SPD-Stadtentwicklungsexpertin und Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft. "Jeder von uns möchte im Alter selbstbestimmt in der eigenen Wohnung lebe können. Im Neubau sind Aufzüge oder bodentiefe Bäder weitgehend Standard. Im Bestand ist aber noch sehr viel zu tun. Wir müssen die Förderprogramme unter die Lupe nehmen, damit in Zukunft mehr Wohnungen alters- und rollstuhlgerecht ausgestattet sind. Aktuell werden nämlich nicht alle Fördermittel abgerufen. Hier muss gegebenenfalls nachgesteuert werden."

Darüber hinaus steht beim Ausbau des ÖPNV auch die Verbesserung der Barrierefreiheit als Daueraufgabe an. Anne Krischok verdeutlicht dies mit Beispielen: "Wir wollen bei der U-Bahn eine Durchsage zur Ausstiegsseite, was bislang nur bei der S-Bahn gängig ist. Neben dem schon forcierten Ausbau von Fahrstühlen an den S- und U-Bahnhöfen wollen wir klären, ob durch weitere Informationen im Umfeld von und an den Haltestellen beziehungsweise an und in den Fahrzeugen die Orientierung für sehbehinderte Menschen verbessert werden kann." Dabei erinnert die SPD-Politikerin daran, dass seit dem Regierungswechsel jedes Jahr fünf Haltestellen Aufzüge, stufenfreie Bahnsteige und bessere Orientierungen für Sehbehinderte. „Das ist nicht wenig und im Schwarz-Grünen Tempo der Vorjahre wäre die letzte Haltestelle erst in 60 Jahren barrierefrei gewesen. Jetzt schaffen wir das bis Anfang der 2020er Jahre" so Krischok.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.