Luft in Hamburgs Hafen wird sauberer – Landstrom für Kreuzfahrtschiffe in Altona kommt!

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion begrüßt das heute vom Senat beschlossene Konzept zur alternativen Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen. Die Fachsprecherin Umwelt und Energie der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Dr. Monika Schaal: "Seit über sechs Jahren wird über Landstrom für Kreuzfahrtschiffe geredet. Die Vorgängersenate haben es versäumt, konkrete Pläne vorzulegen, geschweige denn irgendetwas umzusetzen. Der Senat hat nun ein Gesamtkonzept vorgelegt, das jetzt auch realisiert wird."

Das Konzept des Senates sieht die Errichtung einer stationären Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal Altona und die Schaffung der erforderlichen Infrastruktur am Kreuzfahrtterminal HafenCity für eine Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen durch privat betriebene Power-Bargen vor. Schaal weiter: "Hamburg nimmt in Zeiten klammer Haushaltslagen Geld in die Hand, um einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung zu leisten. Gleichzeitig setzen wir in Hamburg ein europaweites Signal in Richtung Innovation: externe Stromversorgung für Kreuzfahrtschiffe ist möglich und machbar. Dafür gibt es sogar zwei Wege."

Das Modell des Senats verbindet Maßnahmen durch die Stadt (Landstrom und Infrastruktur für Bargen) mit Initiativen aus der Wirtschaft (Power-Bargen). Im Laufe dieser Legislaturperiode wird es Bargen am Terminal HafenCity geben und die Baumaßnahmen für eine Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal-Altona werden begonnen, um sie im Laufe des Jahres 2015 fertigzustellen.

Anne Krischok, Vorsitzende des Umweltausschusses der Bürgerschaft und SPD-Wahlkreisabgeordnete aus Altona: "Auch die Bürgerinnen und Bürger in Altona können sich freuen. Rund um den Kreuzfahrtterminal wird ab 2015 die Luft deutlich sauberer sein. Der Hafen der Zukunft wird 'grün' – mit dem Senats-Konzept ist der Weg geebnet für bessere Luft und weniger Schadstoffe im gesamten Hamburger Hafen."

Hintergrund:

Seit 2007 wird Landstrom für Kreuzfahrtschiffe gefordert (siehe Drs. 18/7135). In der letzten Legislaturperiode haben bereits die damaligen Regierungsfraktionen CDU und GAL 2009 ihren Senat ersucht, "die Eignung von Landstrom, Erd- bzw. Flüssiggas und Brennstoffzellen zur Stromversorgung von Seeschiffen unter emissionsrelevanten und wirtschaftlichen Aspekten zu prüfen und zu bewerten sowie ein Konzept für die Energieversorgung von Schiffen an den Kreuzfahrtterminals HafenCity und Altona zu erarbeiten" und "unter Ausschöpfung von Fördermöglichkeiten sowie anderer unterstützender Maßnahmen Pilotprojekte nach Möglichkeit auch mit privaten Partnern zu initiieren". (19/2950) Der CDU/GAL Senat ist dem nicht nachgekommen. Erst der SPD-Senat hat sich – auch auf Initiative der SPD-Bürgerschaftsfraktion (20/1807 und 20/7065) – ernsthaft mit dem Anliegen beschäftigt und heute ein Konzept zur Errichtung einer stationären Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal Altona sowie die Schaffung der erforderlichen Infrastruktur am Kreuzfahrtterminal HafenCity vorgelegt, um eine Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen mittels privater Power-Bargen zu ermöglichen.
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