Kriminalität bleibt im Hamburger Westen konstant. Jugend- und Gewaltkriminalität sinkt deutlich; besorgniserregend: Wohnungseinbrüche nehmen zu!

(Foto: Lizenzfreies Bild vom Microsoft Clipart)
Die Kriminalität sank nach der Polizeilichen Kriminalstatistik im vergangenen Jahr hamburgweit um 0,6% im Vergleich zu 2011. In Altona blieb sie auf dem Vorjahresniveau – und auf Stadtteilebene sehen die Zahlen nochmals anders aus: Während diese in Iserbrook um fast 8% (um 35 von 438 auf 473) zunahmen, sanken diese in Sülldorf um 25% (um 140 von 540 auf 409). Aber auch in Bezug auf die Kriminalitätsschwerpunkte findet man laut der SPD-Wahlkreisabgeordneten Anne Krischok deutliche Unterschiede: „Die Jugendkriminalität sinkt hamburgweit um über 13% und auch die Gewaltkriminalität ist rückläufig – und sank um fast 2% (In Zahlen um 171 Taten auf 8.680 Fälle). Dagegen stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche hamburgweit um 10%“. Im Hamburger Westen fallen diese Zahlen deutlich höher aus – und zwar zwischen 22% (um 9 von 41 auf 50) für Blankenese und gar 141% (um 41 von 29 auf 70) für Iserbrook.

Hinsichtlich der Wohnungseinbrüche erläutert die SPD-Politikerin, dass hinter den Anstieg sowohl erfolgte als auch versuchte Einbrüche zusammengefasst werden. „In zwei von fünf Fällen ist es nicht gelungen, in die Wohnung einzudringen. Das zeigt, dass man sich vor Einbrechern wirksam schützen kann.“ Hier kündigte Innensenator Michael Neumann eine neue Präventionskampagne zum Einbruchsschutz an.

Mit Sorge betrachtet Anne Krischok die gesunkene Aufklärungsquote – diese sank hamburgweit um 3%: "Unabhängig von statistischen Feinheiten ist das für uns keine gute Nachricht; diese Zahlen wollen wir natürlich perspektivisch lieber erhöhen. Die gestiegene Zahl von angezeigten Einbruchsversuche zeigt aber auch, dass entsprechende Schäden auch vielleicht eher als früher angezeigt werden. Hierzu kann ich auch Betroffene nur ermutigen“.

Die vollständige Kriminalstatistik einschließlich Stadtteil-Atlas ist im Internet unter www.hamburg.de/innenbehoerde oder www.polizei.hamburg.de abrufbar.
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