Keine neuen Überschwemmungsgebiete in Altona!

Ein Überschwemmungsgebiet - wenn auch hier nicht aus Hamburg (Foto: Kostenfreies Bild von Wikimedia)
Ganz Hamburg diskutiert derzeit über die Neuausweisung von neuen Überschwemmungsgebieten – also Flächen, welche bei steigenden Niederschlägen und Hochwassern künftig kontrolliert überflutet werden können, um die Wassermaßen aufzunehmen.

Ganz Hamburg? „Nein! Altona ist hiervon nicht betroffen“, stellt Anne Krischok, die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete für den Hamburger Westen, fest, die in der Hamburgischen Bürgerschaft den Vorsitz im Umweltausschuss innehat: „Klimabedingt steigt das Hochwasser nicht nur dort, wo Hamburg seine Deiche - mit Fördermitteln des Bundes und der EU - ausbaut. Wir haben vermehrt Starkregenereignisse, bei denen Flüsse und Kanalisation deutlich mehr Wassermassen bewältigen müssen. Um unkontrollierte Überflutungen und die Gefährdung von Menschenleben zu verhindern, hat die Umweltbehörde geprüft, wo in Hamburg Handlungsbedarf besteht: Bei uns in Altona ist dies nicht der Fall.“

Eine Übersicht über die bestehenden und neu geplanten Überschwemmungsgebiete ist Online unter folgendem Link zu finden (der Bezirk Altona ist nicht betroffen): http://www.hamburg.de/contentblob/4327528/data/dl-...

Zum Hintergrund:

Bei lang andauernden Regenfällen oder starker Schneeschmelze kommen mehr Wassermassen in Flüsse und Bäche und treten über ihre Ufer. Dies macht sich insbesondere in Starkregenereignissen bemerkbar. Damit einher geht auch die Zunahme von (Jahrhundert-)Hochwasserereignissen.

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) ist zurzeit dabei, Überschwemmungsgebiete festzusetzen, wie dies eine europäische Richtlinie verlangt. Die Überschwemmungen sind unproblematisch, solange sich in den Uferbereichen eine natürliche Vegetation wie Auen oder Grünland befindet. Werden jedoch Gebiete, die bei Hochwasser von Wasser überströmt werden, vom Menschen genutzt, so kann es zu erheblichen Schäden kommen – aber auch zu Nutzungseinschränkungen für Eigentümer.

In Überschwemmungsgebieten ist es untersagt

• neue Baugebiete in Bauleitplänen oder sonstigen Satzungen nach dem Baugesetzbuch auszuweisen,
• bauliche Anlagen zu errichten oder zu erweitern,
• Mauern, Wällen oder ähnlichen Anlagen zu errichten, die bei Überschwemmungen quer zur Fließrichtung des Wassers liegen würden,
• die Erdoberfläche zu erhöhen oder zu vertiefen,
• Gegenstände zu lagern, die den Wasserabfluss behindern können oder die fortgeschwemmt werden können
• Baum- und Strauchpflanzungen anzulegen, soweit dies den Zielen des vorsorgenden Hochwasserschutzes entgegenwirkt und
• Grünland in Ackerland umzuwandeln.
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