Kampf gegen Altkleider-Mafia und mehr Angebote fürs Recycling geplant

Altkleidercontainer - ein Angebot zum Recycling (Foto: Kostenfreies Bild auf Wikimedia)
Die Hamburgische Bürgerschaft hat bei Ihrer jüngsten Sitzung zwei Initiativen der SPD auf den Weg gebracht: Zum einen sollen die Anstrengungen gegen das illegale Einsammeln von Alttextilien verstärkt werden, zum anderen sollen.

Klar und eindeutig ist: Zuständig für Altkleider ist die Stadtreinigung Hamburg. Gewerbliche oder karitative Sammlungen von Alttextilien sind nur als Ausnahme vorgesehen: Denn dahinter steckt ein lukratives Geschäft: Rund 500 Euro werden pro Tonne gezahlt – und die Kleider werden zu Dumpingpreisen in die Dritte Welt verkauft anstatt an gemeinnützige Träger weiter zu geben werden. Sie ruinieren dort die lokalen Märkte. Anne Krischok, SPD-Wahlkreisabgeordnete für den Hamburger Westen: „Es wurden in Hamburg in der Vergangenheit immer wieder Altkleidercontainer ohne Erlaubnis auf öffentlichem Grund aufgestellt. Insofern erhoffen wir uns mit unserer Initiative auch neue Erkenntnisse, wie künftig konsequenter gegen die illegale Sammlung von Alttextilien vorgegangen werden kann."

Zeitgleich plant der SPD-Senat eine Erweiterung der Recycling-Offensive. Der Fokus liegt darauf, wie die Mülltrennung in Geschosswohnungen verbessert werden kann. Anne Krischok, die Vorsitzende des Umweltausschusses in der Hamburgischen Bürgerschaft ist: "Natürlich ist nicht in jedem Wohnhaus Platz für zusätzliche Tonnen für Altpapier, Bio- und Grünabfälle oder Wertstoffe. Viele Mieter wollen gerne ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten und gleichzeitig Müllgebühren und somit Betriebskosten in ihrer jährlichen Nebenkostenabrechnung einsparen. Um die Situation zu verbessern, hatte die Umweltbehörde zusammen mit der Stadtreinigung, Mietervertretungen und wohnungswirtschaftlichen Verbänden 2012 das 'Bündnis zur Hamburger Recycling-Offensive' geschlossen. Es geht jetzt darum, noch mehr Mieterinnen und Mietern im Geschosswohnungsbau Mülltrennung zu ermöglichen."

Über die Ergebnisse der Senatsprüfungen wird der Umweltausschuss in seinen Sitzungen beraten: „Wer zu den entsprechenden Sitzungen eingeladen werden möchte, kann sich telefonisch unter der Rufnummer 040 / 830 18 400 oder per E-Mail unter abgeordnetenbuero@anne-krischok.de melden.“
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2 Kommentare
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René van Rüschen aus Eimsbüttel | 04.08.2014 | 02:35  
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Anne Krischok aus Rissen | 08.08.2014 | 09:43  
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