Hamburg bald mit Weltkulturerbe? Senat nominiert Speicherstadt und Kontorhausviertel bei der UNESCO

Impression aus der Hamburger Speicherstadt (Foto: Kostenfreies und lizenzfreies Bild von Wikimedia)
Hamburgs Wattenmeer gehört zum Weltnaturerbe – bekommt Hamburg auch bald ein Weltkulturerbe? Der Senat hat hierfür jüngst die Nominierung der Speicherstadt und des Kontorhausviertel mit Chilehaus für das Weltkulturerbe beschlossen. Die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok drückt die Daumen: „Es würde unser Hamburg schmücken, wenn die UNESCO unser Bewerbung zustimmt“.

Die Speicherstadt ist bis heute das größte zusammenhängende, einheitlich geprägte Speicherensemble der Welt. Sie entstand zwischen 1885 und 1927 und besteht aus 15 Lagerhäusern und einer Reihe von Einzelbauten. Das Ensemble zeichnet sich durch seine außergewöhnliche städtebauliche und architektonische Geschlossenheit aus. Von vergleichbarer Homogenität ist das nördlich des Zollkanals angrenzende, vorwiegend in den 1920er- und 1930er-Jahren entstandene Kontorhausviertel. Das von Fritz Höger geschaffene Chilehaus gilt als Ikone des Expressionismus in der Architektur.

Neue Kosten entstehen Hamburg aufgrund der Bewerbung nicht. Wenn es aber diese Auszeichnung erhält, wäre es laut UNESCO-Übereinkommen dazu verpflichtet, sein Welterbe unter vollem Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel zu erfassen, zu schützen und zu erhalten, sowie seine Weitergabe an zukünftige Generationen sicherzustellen. „Diese Aufgabe würden wir gerne übernehmen. Wir wissen, dass Hamburg einer der schönsten Städte der Welt ist – und sie wäre eines Weltkulturerbe würdig“ weiß die SPD-Politikerin.

Wie geht es nun weiter? Nach der Sichtung der Unterlagen kommt kommendes Jahr ein Expertenteam im Auftrag der UNESCO nach Hamburg, um sich die potentiellen Welterbestätten anzusehen, und den "außergewöhnlichen universellen Wert" und den Managementplan zu prüfen. Deren Bewertung wird dann 2015 dem Welterbe-Komitee auf seiner jährlich stattfindenden Sitzung vorgelegt. Auf dieser Sitzung, die meistens im Juni stattfindet, könnte dann über die Aufnahme der Hamburger Stätten entschieden werden.
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