Externe Stromversorgung für Kreuzfahrtschiffe startet! Anne Krischok (SPD): Das ist gut investiertes Geld in den Umweltschutz und bessere Luft in Altona!

Anne Krischok, SPD-Bürgerschaftsabgeordnete für den Hamburger Westen
Die Bürgerschaft hat über das Konzept zur alternativen Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen beschlossen. Dazu erklärt die SPD-Abgeordnete Anne Krischok, Vorsitzende des Umweltausschusses: "Was lange währt, wird endlich gut, denn mit der heutigen Entscheidung beenden wir eine nahezu sechsjährige Diskussion. Wir können endlich starten, Landstrom kann kommen – und dies wird für die Menschen in Altona konkret deutlich bessere Luft bedeuten."

Das Konzept des Senates sieht die Errichtung einer stationären Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal Altona und die Schaffung der erforderlichen Infrastruktur am Kreuzfahrtterminal HafenCity für eine Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen durch privat betriebene Power-Bargen – als schwimmende Stromerzeugungsanlagen – vor. Während die Power-Bargen im kommenden Jahr in der HafenCity in Betrieb gehen, wird der stationäre Landstromanschluss spätestens 2015 starten.

"Somit wird Hamburg im Jahre 2015 als Gastgeber der Welthafenkonferenz zwei innovative alternative Stromerzeugungssysteme in der Praxis präsentieren können", so Anne Krischok. Landstrom ist dabei nur ein Projekt, den Hafen ökologischer gestalten: So sollen künftig die Hafenfähren mit Gas fahren, was jährlich 12.000 Tonnen CO2 einsparen wird. Damit werden Innovationen vorangetrieben, die beispielgebend für andere Häfen sein könnten.

Anne Krischok: "Hamburg nimmt in Zeiten klammer Haushaltslagen viel Geld in die Hand – über sieben Millionen Euro plus weitere Verpflichtungsermächtigungen von über acht Millionen Euro sind eine große Investition. Wir leisten damit aber einen ganz wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Lärmschutz – das sollte es uns wert sein. Der Hamburger Hafen kann ein Beispiel dafür werden, wie ökonomische und ökologische Aspekte in der europäischen Hafenwirtschaft im Einklang weiter entwickelt werden können. Und dass ein sauberer Hafen auch gut für die Wettbewerbsfähigkeit ist, zeigt die Tatsache, dass die Aida-Flotte Hamburg zu ihrem Heimathafen gemacht hat."

Nachdem bereits der Umweltausschuss, der Ausschuss Wirtschaft, Innovation und Medien sowie der Haushaltsausschuss die Senatsplanungen für eine Landstromanbindung am Kreuzfahrtterminal Altona und für Power Barges am Terminal HafenCity beraten und für gut befunden hat, hat nun auch die Bürgerschaft das Konzept zur alternativen Energieversorgung endgültig und einstimmig gebilligt.
Beachtenswert ist, dass das Vorhaben von der Europäischen Kommission mit 3,5 Millionen Euro gefördert wird. Auch vom Bundesumweltministerium gibt es positive Signale, dass Hamburg weitere 2 Millionen Euro Fördermittel erhält.

Zum Hintergrund:

Seit 2007 wird Landstrom für Kreuzfahrtschiffe in der Hamburgischen Bürgerschaft diskutiert. In der letzten Legislaturperiode haben die damaligen Regierungsfraktionen CDU und GAL 2009 ihren Senat zwar ersucht, "die Eignung von Landstrom, Erd- bzw. Flüssiggas und Brennstoffzellen zur Stromversorgung von Seeschiffen unter emissionsrelevanten und wirtschaftlichen Aspekten zu prüfen und zu bewerten sowie ein Konzept für die Energieversorgung von Schiffen an den Kreuzfahrtterminals HafenCity und Altona zu erarbeiten" und "unter Ausschöpfung von Fördermöglichkeiten sowie anderer unterstützender Maßnahmen Pilotprojekte nach Möglichkeit auch mit privaten Partnern zu initiieren". Ein Ergebnis hierzu wurde aber nie vorgelegt.

In dieser Legislaturperiode hat sich der SPD-Senat – auch auf maßgebliche Initiative der SPD-Bürgerschaftsfraktion – erstmalig mit dem Anliegen beschäftigt und ein Realisierungskonzept zur Errichtung einer stationären Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal Altona sowie einer flexiblen Lösung (mittels privater Power-Bargen) am Kreuzfahrtterminal HafenCity vorgelegt.
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