Es wird grün auf Hamburgs Dächern – Begehbare Dächer und Dachgärten werden künftig Standard

Anne Krischok (SPD): Umweltbehörde fördert die Entstehung von „Gründächern“ und setzt neue Maßstäbe in der Bauleitplanung

Werden Hamburgs Dächer künftig grüner? Ja, klar! Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt fördert bis zum Jahr 2019 den Bau von begrünten Dächern auf Neubauten und öffentliche für geeignete Flachdachsanierungen mit 3 Millionen Euro zur Verfügung. Der Hamburger Senat hat dies als Bestandteil einer neuen „Gründachstrategie“ beschlossen. Der Umweltausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat sie in seiner jüngsten Sitzung beraten. Neu ist, dass künftig bei Neubauvorhaben mit Flachdächern im Rahmen der Bauleitplanung 70% dieser Bauvorhaben Gründächer bekommen sollen.

Anne Krischok, Vorsitzende des Umweltausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft und SPD-Bürgerschaftsabgeordnete für den Hamburger Westen erläutert: „Gründächer sind ökologisch wichtig für eine Stadt, in der viel gebaut wird. Sie sind ein Stück Lebensqualität, erschließen neue Freiräume und helfen bei der Anpassung an den Klimawandel. Zudem sind sie zusätzliche Grün- und Erholungsflächen und verschönern Sie das Stadtbild.“ Sie verweist darauf, dass alle Fraktionen der Hamburgischen Bürgerschaft im Umweltausschuss diesem Vorhaben zugestimmt haben und damit auch künftig dieses Vorhaben von allen Hamburger Parteien getragen werden.

Was muss man machen, wenn man sich hierfür konkret interessiert? Anfang kommenden Jahres werden über die Hamburgische Investitions- und Förderbank Zuschüsse für solch freiwillige Maßnahmen der Dachbegrünung ausgezahlt. Zentral sollen dabei innerstädtische Dachflächen begrünt werden. Das Abgeordnetenbüro von Frau Krischok in Blankenese, Dockenhudener Str. 19 wird Interessenten bei Wunsch gerne bei Nachfrage entsprechende Informationsmaterialien zukommen lassen. Anfragen können auch telefonisch unter der Rufnummer 830 18 400 oder per E-Mail unter abgeordnetenbuero@anne-krischok.de erfolgen.

Zum Hintergrund:

Gründächer bringen viele Vorteile. Sie können als Freizeit-, Sport- und Spielflächen genutzt werden und sind mit Photovoltaik oder Solarthermie kombinierbar. Gründächer tragen durch Hitzeabschirmung und Wärmedämmung zur Verbesserung der Energiebilanz von Gebäuden bei und reduzieren den Energieverbrauch.

Sie bieten zudem Lebensraum für Pflanzen und Tiere, halten Niederschläge zurück und entlasten damit die Siele im innerstädtischen Bereich. So helfen sie sogar, in Neubaugebieten durch kleinere Siele und Rückhaltebecken Kosten zu sparen. Des Weiteren kann mit begrünten Dächern langfristig Geld gespart werden, denn für begrünte Dächer müssen in Hamburg nur 50 % der Niederschlagswassergebühr gezahlt werden.

Es gibt hauptsächlich zwei Varianten der Dachbegrünung.

Erstens: Extensive Dachbegrünung, sie wird so aufgebaut und bepflanzt, dass sie sich selbst erhalten und weiter entwickeln kann und keine weitere Bewässerung außer dem Niederschlag benötigt (z.B. Moos-Sedum-Dächer). Auf Grund geringer Schichtdicke eignet sich dieser Typ auch zur nachträglichen Installation, sofern die Gebäudestatik es zulässt.

Zweitens: Intensive Dachbegrünung. Bei diesem Typ können auf dem Dach nutz- und begehbare Gartenlandschaften mit Gräsern, Stauden, Gehölzen oder Teichen erstellt werden, wenn die Dachlast und der Substrataufbau erhöht wird. Die Pflege und Bewässerung der Anlage ist Substrataufbau erhöht wird. Die Pflege und Bewässerung der Anlage ist mit der eines Gartens vergleichbar.
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