Ausweitung des Regionalparks Wedeler Au nach Schenefeld?

Ein Blick in die heutige Feldmark

Anne Krischok (SPD): Möglichkeit zur Erhaltung unseres länderübergreifenden Naherholungsgebietes und Naturraumes



Hamburgs Westen hat Naturschätze: Zwei von diesen, die Rissener und Sülldorfer Feldmark sowie die Osdorfer Feldmark bilden mit dem schleswig-holsteinischen Landschaftsschutzgebiet 06 (Düpenau und Mühlenau) ein länderübergreifendes Naherholungsgebiet, welches der Hamburger Senat bereits vor mehreren Jahren als „naturräumliche Einheit“ gewürdigt hat. Aber auch hier tut sich Neues!

Der Senat hat auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok berichtet, dass der Regionalpark Wedeler Au für die weitere Entwicklung aktuell eine Studie für mögliche Erweiterungsflächen u. a. im Raum Schenefeld in Auftrag gegeben hat. Anne Krischok, Wahlkreisabgeordnete für den Hamburger Westen, begrüßt, dass ein Ausbau der länderübergreifenden Zusammenarbeit untersucht wird: „Gerade weil in dieser Grünachse eine Reihe von Ausgleichsmaßnahmen für das XFEL-Vorhaben geplant und durchgeführt wurden, wäre es sinnvoll, wenn künftig der Regionalpark auch hier für die Wahrung des Naturraums und Naherholungsgebiets zuständig wird!“

In der Vergangenheit hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt von Schenefeld mehrfach mit Anträgen zur Entlassung von Flächen aus dem dortigen Landschaftsschutzgebiet beschäftigt. Der Hamburger Senat berichtet nun, dass dort als Ausgleichmaßnahmen die Wiederherstellung von naturnahen Gehölzen und Waldbereichen, zahlreiche Baumpflanzungen, die Erstellung von Rückhaltegewässern sowie Versickerungsflächen und Gräben vorgenommen worden wurden.

„Diese Maßnahmen müssen Bestand behalten, damit diese Ausgleichsmaßnahmen auch dauerhaft wirken können“, fordert Anne Krischok. Sie weist aber auch daraufhin, dass den Hamburger Behörden derzeit keine Veränderungsabsichten seitens der Stadt Schenefeld bekannt seien. Im Regionalen Entwicklungskonzept (REK 2000) für das oben genannte Landschaftsschutzgebiet, das allerdings kein verbindliches Planungskonzept darstellt, sind die betreffenden Räume als Landschaftsschutzgebiete bzw. Räume für landschaftsgebundene Naherholung dargestellt. Auch in den Facharbeitsgruppen der Metropolregion Hamburg oder im örtlichen Nachbarschaftsforum ist dieses Vorhaben nach Kenntnis der zuständigen Behörde bisher nicht über das Vorhaben gesprochen worden.
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