Sensationeller Aufstieg

Die Überraschungsaufsteiger vom TuS Ottensen: (stehend v.l.) Lars Monsees, Marko Bleiber, Jürgen Thyen, Daniel Hamann, (kniend v.l.) Leonie Bothe, Sabine Richter. Foto: TuS Ottensen

Badminton: Der familiäre TuS Ottensen spielt jetzt in Hamburgs höchster Spielklasse

Von Jens Beeskow. Die erste Badminton-Mannschaft des TuS Ottensen schlägt in der neuen Saison sensationell in der Landesliga auf – der höchsten Hamburger Spielklasse. Dabei war der Aufstieg dorthin gar nicht geplant. „Wir wussten schon, dass wir in der Verbandsliga mitspielen können, aber als Aufsteiger aus der Bezirksliga wären wir mit dem Klassenerhalt schon absolut zufrieden gewesen. So hatten wir das für uns auch eingeschätzt“, berichtet Abteilungsleiter Lars Henze.
Dann lief es aber irgendwie doch besser als gedacht, und am Ende reichte sogar Platz zwei zum Aufstieg, weil der Erstplatzierte nicht in die Landesliga aufsteigen durfte. Und so war die Sensation perfekt.
Dabei steht der sportliche Erfolg bei den Badminton-Spielern in Ottensen gar nicht unbedingt im Vordergrund. „Die richtige Leistungssport-Schiene überlassen wir anderen Vereinen“, erklärt Henze, der die Abteilung noch als Abiturient des Ernst-Schlee-Gymnasiums im Jahr 1986 gegründet hat. „Natürlich ist der sportliche Ehrgeiz da, wir gewinnen auch gern, und dass wir aufgestiegen sind, ist auch schön. Aber bei uns ist der Spaß am Sport wichtiger.“ Man lasse den Verein eigentlich so laufen, wie er eben läuft, verfolge kein besonderes Konzept sondern pflege eine familiäre Atmosphäre. Auch befinde man sich nicht ständig auf der Suche nach neuen Sponsoren. „Das wollen wir hier auch gar nicht ändern“, sagt Henze.
Talent: Elfjährige wechselte zu anderem Verein
Zuletzt hatte TuS Ottensen zwar ein großes Badminton-Talent in seinen Reihen. Die Elfjährige war sogar Hamburger Vizemeisterin und ist Kaderspielerin. Doch einmal Training pro Woche war dann zu wenig, und so zog es die Spielerin zu einem anderen Verein. „Natürlich ist es schade, dass sie weg ist, aber wir können nicht ein, zwei Talente gezielt in der Spitze fördern und die anderen bleiben dabei womöglich auf der Strecke. Da haben wir lieber 40 Kinder, die Spaß am Spiel haben.
Lars Henze, dessen Vater bereits Vorsitzender und dessen Mutter Sportwartin beim TuS Ottensen waren, hatte die Abteilung seinerzeit gegründet, weil man nicht mehr „nur so ein bisschen“ spielen, sondern sich auch in Punktspielen messen wollte.
Aktuell hat die Abteilung 89 aktive Spieler, davon fast die Hälfte Kinder und Jugendliche, die immer donnerstags in der Max-Brauer-Schule am Bahrenfelder Steindamm trainieren.
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