Die besten Sportler aus Hamburgs Westen

Schon wieder im Einsatz: Larissa Gessner und Sven Paysen erkämpften an diesem Wochenende in Wetzlar bei den Deutschen Meisterschaften über zehn Tänze einen Platz unter den Top 20. Foto: rp
 
Tanja Mielke (Trainerin des Jahres) hatte zur Ehrung gleich vier ihrer jungen Kunstturnerinnen mitgebracht, die den Sprung in den Hamburger Landeskader geschafft haben. Foto: pr
Hamburg: Altonaer Rathaus |

Sportler, Trainer und Funktionäre im Altonaer Rathaus für herausragende Leistungen im Jahr 2014 geehrt

RAINER PONIK, HAMBURG-WEST

Der Kollegiensaal im Altonaer Rathaus war am Freitagabend bis auf den letzten Platz besetzt, als Sportler, Trainer und Funktionäre aus dem Hamburger Westen für ihre herausragenden Leistungen im Jahr 2014 geehrt wurden. Eine Jury aus Vorstandsmitgliedern der Interessengemeinschaft der Sportvereine (IG West), den Politikern des Sportausschusses der Altonaer Bezirksversammlung und einem Vertreter des Elbe Wochenblattes hatte zuvor darüber entschieden, wer einen der imposanten Pokale mit nach Hause nehmen durfte.
NDR-2-Moderator Holger Ponik führte mit viel Charm durch die zweieinhalbstündige Veranstaltung. Nach mehreren Grußworten nahm David Kilian die erste Ehrung entgegen: Das Tennis-Ass vom THK Rissen war 2014 sowohl in der Halle als auch im Freien Hamburger Meister der U12-Junioren geworden und führt die Hamburger Bestenrangliste seines Jahrgangs auch in diesem Jahr an. Bei der weiblichen Jugend hatte Esther Henseleit (Hamburger GC) die Nase vorn. Als 15-jährige Golferin wurde sie im letzten Jahr nicht nur Deutsche U16-Meisterin, sondern auch Norddeutsche Meisterin der Damen.

D-Mädchen vom HSV schafften das Triple

Nachdem auch Leichtathletin Eva Günther-Graeff (HSV, Damen) und Eishockey-Torwart Maximilan Franzreb (Hamburg Freezers, Herren) ihre Preise entgegengenommen hatten, wurden die Teams des Jahres geehrt. Die D-Mädchen vom HSV wurden nicht nur Hallenpokalsieger, sondern auch Pokalsieger und Hamburger Meister. Erfolge als Golf-Team errangen die U16-Junioren des Hamburger Golf-Clubs: Sie wurden Deutscher Mannschaftsmeister.
Bei den Erwachsenen freuten sich die Regionalliga-Basketballerinnen der BG Hamburg-West und die Regionalliga-Volleyballer vom Rissener Sportverein: Beide Teams hatten ihre Leistungen mit dem Aufstieg gekrönt.
Als „Trainerin des Jahres“ wurde Tanja Mielke geehrt. Die Kunstturn-Übungsleiterin vom SV Osdorfer Born hat im Verlauf der Jahre viele ihre Schützlinge zu Hamburger Meistern gemacht. „Paar des Jahres“ darf sich das HSV-Tanzsport-Duo Larissa Gessner und Sven Paysen nennen, das zu den 15 besten Nachwuchspaaren Deutschlands zählt.
Auch drei Funktionäre, die sich jahrzehntelang für ihre Vereine engagiert haben, zählten zu den Preisträgern. Geschäftsführerin Antje Bollmann gilt als „gute Seele“ des Flottmarscher Tennis-Clubs, Lars Henze gründete im „Familienunternehmen“ TuS Ottensen 93 die Badminton- und Bowling-Sparte und hat inzwischen auch den Vereinsvorsitz übernommen. Einen Preis für sein Lebenswerk erhielt Segler Harald Harmstorf (siehe rechts) vom Mühlenberger Segelclub.


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HSB-Präsident Mantell wirbt für Olympia
HAMBURG-WEST. HSB-Präsident Dr.Jürgen Mantell nutzte sein Grußwort bei der Sportlerehrung, um mit Nachdruck für die Olympischen Spiele 2024 in Hamburg zu werben. „Das Hamburger Konzept ist hervorragend, die Menschen können mitten in der Stadt ein Event erleben, dessen Nachhaltigkeit bis ins kleinste Detail geht“, verspricht Hamburgs Sportchef. Alle Bürger sind dazu aufgerufen, im November 2015 an einer Volksbefragung über das Für und Wider der Spiele teilzunehmen. RP

Verständigung ist kein Problem
HAMBURG-WEST. Mit einem gehörlosen Trainer als Coach sind die Regionalliga-Basketballerinnen der BG HH-West im vergangenen Jahr in die 3. Liga aufgestiegen. „Wir verständigen uns mit Händen und Füßen und verstehen uns prima!“, sind sich die Schützlinge von Jens Goetz einig. Damit auch der erfolgreiche Coach nichts Wesentliches verpasst, nahmen auch zwei Dolmetscherinnen an der Ehrung teil, die das Gesagte in die Gebärdensprache übersetzten. RP

Ein Leben für den Segelsport
HAMBURG-WEST. „Ich konnte eher segeln als laufen!“, sponn Hartmut Harmstorf bei der Ehrung für sein Lebenswerk ein bisschen Seemannsgarn. Sein erstes Boot baute sich der heutige Kommodore des Mühlenberger Segelclubs mit sechs Jahren aus vier Kanister, einem Brett und einem Regelschirm zusammen. Das funktionierte und hat den heute 75-jährigen so begeistert, dass er dem Segelsport, lange in zahlreichen Funktionen – unter anderem war Hartmut Harmstorf 26 Jahre Vereinsvorsitzender und zwölf Jahre Vorsitzender des HamburgerSegler-Verbandes –, bis zum heutigen Tag treu geblieben ist. RP

Leistungssport und Familie– das geht!
HAMBURG-WEST. Leichtathletin Eva Günther-Graeff zeigt, dass Familie und Leistungssport vereinbar sind. Mindestens vier Mal die Woche verbringt die zweifache Mutter ihre Freizeit meist in den Abendstunden in der Hamburger Leichtathletik-Halle oder auf der Jahnkampfbahn beim Sprint- und Krafttraining. Für soviel Trainingsfleiß wurde die erfolgreiche Seniorensportlerin (46) bei den Deutschen- und Europameisterschaften in den Sprintdisziplinen mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen belohnt. RP

Nachwuchs-Ass mit Freezers-Vertrag

HAMBURG-WEST. Für Maximilian Franzreb hat sich ein Traum erfüllt. Dank seiner guten Torhüterleistungen in der Deutschen Nachwuchs-Liga hat der Eishockeytorwart der Young Freezers im letzten Jahr als erster Junior einen Vertrag für das Senior-Team erhalten. Klar, dass der talentierte Nachwuchsspieler sich zum Ziel gesetzt hat, dort irgendwann die Nummer 1 zu werden. Der Tipp des 19-Jährigen für die Jugend: „Wer ein guter Eishockeyspieler werden will, muss vor allem ein guter Schlittschuhläufer sein!“ RP


Hamburger Westen mit neuen Sportstätten
HAMBURG-WEST. „Der Bezirk Altona befindet sich im Hinblick auf den Sportstättenbau auf der Überholspur“, verkündete Sportausschuss-Sprecher Andreas Bernau stolz. In den nächsten zwei Jahren sollen im Hamburger Westen – unter anderem am Blomkamp, der Kreuzkirche und am Marschweg - 13 neue Kunstrasenplätze entstehen. An der Baurstraße wird der Sportpark Bahrenfeld gebaut, zudem kann Altona 93 an der Memellandallee ein neues Stadion errichten und auch der SV Lurup am Vorhornweg eine neue sportliche Heimat finden. RP
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